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Messenger Signal: So ist der Einstieg in die Whatsapp-Alternative kinderleicht

Messenger: Der Messenger Signal macht den Umstieg sehr einfach
Der Messenger Signal macht den Umstieg sehr einfach
© Rafael Henrique/ / Picture Alliance
Seit dem 15. Mai ist Whatsapp nur noch vollwertig nutzbar, wenn man den neuen AGB zustimmt. Die perfekte Gelegenheit, auf den Konkurrenten Signal umzusteigen. Hier erfahren Sie, was man dabei beachten muss.

Whatsapp, das ist für die meisten Deutschen der Messenger der Wahl. Doch wenn die Frist zur Zustimmung zu den neuen AGBs abläuft (hier erfahren Sie mehr dazu), dürften sich viele überlegen, ob sie den Messenger wirklich noch nutzen wollen. Die mit Abstand empfehlenswerteste Alternative ist der Messenger Signal. Und das nicht nur, weil der Umstieg für Whatsapp-Nutzer geradezu schockierend einfach ist.

"Signal bietet weitgehend die gleichen Features wie Whatsapp", erläutert der auf Kryptografie spezialisierte Sicherheitsforscher Paul Rösler. "Aus Sicht von Sicherheits-Forschern ist es aber klar die bessere Wahl. Zum einen ist die Verschlüsselung so gut, dass selbst Konkurrenten wie Whatsapp sie nutzen. Zum anderen wurde Signal schon mehrfach in aller Ausführlichkeit überprüft und für sicher befunden", erklärt er. "Eine solche Prüfung hat Whatsapp bisher verhindert.“ Dass Signal von einer Stiftung betrieben wird, die anders als Facebook keine Gewinne vorweisen muss, verstärkt die Glaubwürdigkeit seiner Ansicht nach noch.

So einfach ist der Umstieg auf Signal

Für die Nutzer dürfte aber fast relevanter sein, dass Signal wie Whatsapp sehr niedrige Einstiegshürden hat. Die kostenlose App wird aus dem App Store oder Googles Play Store geladen, dann richtet man sich wie beim grünen Konkurrenten einen Account mit der Telefonnummer ein. Gibt man der App Zugriff auf die Kontakte, kann man sofort mit den bereits angemeldeten Nutzern chatten.

Etwas verwundert dürften die meisten Neunutzer über die Pin sein, die man beim Start eingeben muss. Es handelt sich um eine Schutzfunktion, damit nicht andere Ihren Account auf einem anderen Gerät einrichten können. Die Pin wird beim Starten zu Anfang recht häufig abgefragt, um sicherzugehen, dass Sie sie nicht vergessen. Geben Sie sie immer wieder richtig ein, werden die Erinnerungen aber seltener.

Die Nutzung Signals unterscheidet sich in den Grundzügen sonst aber kaum von Whatsapp. Die wichtigsten Funktionen des Konkurrenten sind dabei bereits an Bord: Wie Whatsapp unterstützt auch Signal Gruppenchats, Video- und Sprachanrufe und natürlich auch die beliebten Sprachnachrichten. Selbst Sticker hat der Messenger vor kurzem nachgereicht. Und auch Apps für Windows, macOS und - anders als bei Whatsapp - sogar für das iPad stehen bereit. Abseits der Standard-Funktionen gibt es bei Signal aber noch einige spannende Zusatzfunktionen.

Mehr Sicherheit für Chats

Will man seine Chats vor neugierigen Augen schützen, bietet Signal dazu gleich mehrere Optionen. Da ist etwa die Möglichkeit, Gespräche mit sensiblen Inhalten automatisch mit einer Ablauffrist zu versehen. Tippt man oben im Chat auf den Gesprächspartner, finden sich dort eine ganze Reihe von Optionen, die nur für diesen Chat gelten. Eine davon: "Verschwindende Nachrichten". Tippt man darauf und legten einen Zeitraum fest, werden die Nachrichten automatisch nach Ablauf dieser Zeit gelöscht. Als Startpunkt gilt der Zeitstempel beim Lesen der Nachricht. Die Zeitspannen liegen zwischen 5 Sekunden und einer Woche. 

Auch einzelne Medien lassen sich in der Anzeige beschränken. Fügt man im Chat über das Plus-Symbol etwa ein Foto hinzu, kann man das nur ein einziges Mal anzeigen lassen. Dazu tippt man nach Auswahl des Bildes unten links auf das Unendlichkeits-Zeichen. Steht dort nun "1x", wird das Bild nach dem Ansehen automatisch entfernt.

Messenger: Signal: So ist der Einstieg in die Whatsapp-Alternative kinderleicht

Auch die ganze App kann vor neugierigen Blicken geschützt werden. Dann muss sie beim Start erst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung freigeschaltet werden. Die Option findet sich, wenn man in der Chatübersicht auf das eigene Profilbild tippt und die Datenschutz-Einstellungen auswählt. Unter "Bildschirmsperre" kann man sie aktivieren oder abschalten.

Für jeden Geschmack

Wie bei Whatsapp lassen sich auch bei Signal viele Funktionen an den eigenen Geschmack anpassen. In den Optionen jedes einzelnen Chats lässt sich auch der Hintergrund für diesen Chat in eine farbige Fläche oder ein Foto ändern. 

Wer möchte, kann auch wie bei Whatsapp die Lesebestätigungen abschalten. Bei Whatsapp handelt es sich um die berüchtigten blauen Haken, bei Signal funktionieren sie sehr ähnlich: Ist die Nachricht verschickt worden, taucht ein weißer Kreis mit einem Haken darin auf, beim Empfang kommt ein zweiter hinzu. Wird die Nachricht schließlich gelesen, füllen sich die Kreise aus. Die Option, diesen letzten Schritt abzuschalten, findet sich in den Datenschutzeinstellungen. Vorsicht: Schaltet man die Lesebestätigungen ab, bekommt man sie selbst auch von anderen nicht mehr angezeigt. Ganz wie bei Whatsapp also.

Gruppenchat starten

Wie jeder vernünftige Messenger bietet auch Signal Chats mit mehreren Teilnehmern. Dazu tippen Sie nur in der Chat-Übersicht oben rechts auf den Stift, beziehungsweise die drei Punkte. Über die Option "Neue Gruppe" können Sie dann Teilnehmer über das Adressbuch oder die Telefonnummer auswählen. Nun muss man nur noch einen Gruppennamen und gegebenenfalls ein Bild auswählen. Und schon kann es losgehen.


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