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Überwachung: Das Handy als Wanze

Wie ein Nachrichtenmagazin berichtet, ist es Polizei und BKA möglich, Mobiltelefone als Wanzen zu benutzen. Um die Software des Handys entsprechend umzuprogrammieren, gebe es verschiedene Möglichkeiten - die teilweise sehr an gewisse PC-Störenfriede erinnern.

Von der Polizei manipulierte Handys können nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auch als Wanzen zum Abhören Verdächtiger eingesetzt werden. Wie es heißt, wird dabei die Software der Mobiltelefone so umprogrammiert, dass die Freisprecheinrichtung aktiviert wird, ohne dass der Benutzer es merkt.

Mehrere Landeskriminalämter hätten eingeräumt, diese Technik zu kennen. Ein Sprecher des Bundeskriminalamtes bestätigte ebenfalls, das Amt verfüge über diese Fähigkeiten, wende sie aber derzeit nicht an.

Dem Bericht zufolge ist die Software-Manipulation relativ einfach, wenn die Polizei das Gerät in die Hand bekommt. Möglich sei sie aber auch über Datenschnittstellen per Bluetooth oder W-Lan. Zudem ließen sich in Spielen, Bilddateien oder Klingeltönen so genannte Trojaner verstecken, die entsprechende Änderungen vornähmen.

Die Software des Telefons könne so programmiert werden, dass auch ein vermeintlich abgeschaltetes Handy als Wanze funktioniert. Bei dem manipulierten Gerät erlischt demnach zwar das Display, und Anrufe werden nicht mehr angenommen. Das Gerät bleibe aber dennoch betriebsbereit und reagiere auf ein bestimmtes Signal der Polizei. "Während der Verdächtige glaubt, sein Mobiltelefon sei ausgeschaltet, überträgt es über die Freisprecheinrichtung alle Geräusche aus der Umgebung", heißt es in dem Bericht.

AP / AP
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