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Zufluchtsort von Julian Assange: Lauschangriff auf Ecuadors Botschaft in London

Der nächste Abhörskandal: Ecuador meldet den Fund einer Wanze in seiner Londoner Botschaft. Dort hält sich Wikileaks-Gründer Julian Assange auf, dem ein Prozess in den USA droht.

Die ecuadorianische Botschaft in London, in der sich der Gründer des Enthüllungsportals Wikileaks, Julian Assange, seit Juni 2012 aufhält, ist nach Angaben der Regierung in Quito abgehört worden. In den Büros von Botschafterin Ana Albán sei "ein verstecktes Mikrofon gefunden worden", sagte Außenminister Ricardo Patiño am Dienstag in Quito. Die Wanze sei bei einer Überprüfung der Räumlichkeiten vor seinem Besuch in Großbritannien Mitte Juni entdeckt worden.

Am Dienstag habe er Angaben darüber erhalten, wer hinter der Abhöraktion stecken könnte, sagte Patiño weiter. Genaueres wolle er am Mittwoch mitteilen. Es sei offensichtlich nicht der Fall, dass die Aktion etwas mit dem flüchtigen früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden zu tun habe. "Ich glaube, dass der Ursprung ein anderer ist", sagte Patiño, führte dies aber nicht weiter aus.

In Ecuadors Londoner Botschaft harrt der Australier Assange seit rund einem Jahr aus, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Die ihm dort zur Last gelegten Sexualdelikte nennt der 41-Jährige vorgeschoben. Er fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht Assange wegen Geheimnisverrats eine lebenslange Haftstrafe.

sas/AFP / AFP