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Zusammenbruch Handy-Netz: T-Mobile will keine Entschädigung zahlen

Nach dem Ausfall des Handy-Netzes für 40 Millionen T-Mobile-Kunden am Dienstag gibt es Forderungen nach einer finanziellen Wiedergutmachung. Der Mobilfunkkonzern winkt ab - und sucht weiter nach der genauen Ursache für die Störungen.

Können die etwa 40 Millionen T-Mobile-Kunden nach dem Netzausfall am Dienstag mit einer Entschädigung ihres Anbieters rechnen? Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nicole Maisch, forderte eine schnelle und unbürokratische Wiedergutmachung: "Alle 39 Millionen Kunden können erwarten, dass sie mit der nächsten Monatsrechnung eine angemessene Gutschrift erhalten."

Das Unternehmen sieht dagegen keinen ausreichenden Grund für eine Entschädigung. "Die Geschäftsbedingungen von T-Mobile sehen bei solchen Störungen grundsätzlich keine Entschädigungen vor," sagte ein T-Mobile-Sprecher am Mittwoch.

Unterdessen fordert die Bundesnetzagentur von dem Unternehmen Auskunft über Ausmaß und Ursache der Panne. Die Agentur habe zu dem Vorfall keine eigene Daten, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Bonn. Millionen T-Mobile-Kunden hatten am Dienstagnachmittag und frühen Abend wegen eines Computerproblems ihre Handys stundenlang nicht benutzen können.

Seit 16 Uhr waren die Störungen aufgetreten. Seit 19 Uhr liefen die für die Panne verantwortlichen Computer wieder, sagte ein Telekom-Sprecher am Dienstagabend in Bonn. Auf den betroffenen Rechnern lagerten Kundendaten. Diese Server seien für die Zuordnung der Telefonnummern zu den Mobilfunkgeräten zuständig, hieß es. Noch sei unklar, warum die Rechner ausgefallen seien. Es ginge um Softwarefehler. Dies sollten nun untersucht werden. Das Unternehmen bat die Kunden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

Wer dennoch auf eine Entschädigung hofft, muss wahrscheinlich enttäuscht werden. Der betroffene Kunde müsste in diesem Fall sowohl den aufgetretenen Schaden als auch das Verschulden, also den Vorsatz oder die Fahrlässigkeit von T-Mobile nachweisen. "Ich müsste als Kunde dann unter Umständen einen Gutachter beauftragen und bezahlen, um vor Gericht gehen zu können. Das kostet viel Geld", meint der Dr. Hans M. Wulf, Experte für IT-Recht. "In den AGBs haben die meisten Anbieter eine Pflichtabdeckung von 98 Prozent pro Jahr garantiert. Diese dürfte mit dem zweistündigen Ausfall nicht gefährdet sein." Nach Auskunft der Verbraucherzentrale besteht allerdings eine Möglichkeit, für den Zeitraum des Ausfalls seine Grungebühr anteilig zurückzufordern.

Mit knapp 40 Millionen Kunden ist T-Mobile Marktführer in Deutschland. Wie viele von dem Ausfall exakt betroffen waren, konnte die Telekom am Abend nicht sagen, Branchenkenner schätzten allerdings Millionen.

Kunden konnten nicht telefonieren oder mit ihrem Handy im Internet surfen. Auch Textnachrichten konnten nicht versendet oder empfangen werden. Bei vielen T-Mobile-Nutzern war der Ärger groß, etliche versuchten es dennoch, über Stunden immer wieder eine Verbindung zu bekommen.

Telekom-Konkurrent Vodafone war von dem Ausfall im Mobilfunk-Netz der Deutschen Telekom nicht direkt betroffen. "Bei uns läuft alles rund", sagte Sprecher Jens Kürten am Dienstagabend in Düsseldorf. Allerdings konnten auch Vodafone-Kunden nicht mehr mit T-Mobile- Kunden telefonieren. Vodafone hat 36 Millionen Mobilfunk-Kunden in Deutschland. Auch der Festnetzanbieter Arcor in Frankfurt, der etwa drei Millionen Kunden zählt und mit Vodafone verschmolzen wird, hatte nach eigenen Angaben keine Probleme im eigenen Netz.

woe/san/bla/fdi/AP/DPA/Reuters / AP / DPA / Reuters
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.