DARPA Grand Challenge Roboter, die sich nicht in die Wüste schicken lassen wollen


15 Roboterfahrzeuge sollten allein eine Strecke von 241 Kilometern in der Mojavewüste zurücklegen. "Grand Challenge" hieß das Rennen, zu groß war die Herausforderung: Kein Vehikel kam durch.

Das mit dem Führerschein für Roboter wird wohl nichts in absehbarer Zeit. Alle 15 Fahrzeuge, die an einem Rennen über 241 Kilometer durch die Mojavewüste in Kalifornien teilnehmen wollten, scheiterten bereits kurz nach dem Start. Womit auch das vom Pentagon ausgesetzte Preisgeld von einer Million Dollar für den Sieger zunächst in der Staatskasse bleiben kann. Das US-Militär sucht ein Fahrzeug, das ohne Fahrer in Kampfeinsätze geschickt werden kann.

Nach einigen Sekunden war für viele Schluss

Einer der Favoriten, ein von der Carnegie-Mellon-Universität umgebauter Humvee, ein Geländewagen der US-Armee, kam immerhin zwölf Kilometer weit, bevor er vom Kurs abkam. Die meisten anderen Wagen schafften weniger als eineinhalb Kilometer. Einige fielen schon Sekunden nach dem Start aus, ein sechsrädriger Wagen einer Mannschaft aus Louisiana verfing sich in Stacheldraht. Beim Fahrzeug der Hochschule Virginia Tech blockierten nach kurzer Zeit die Bremsen.

Unter den zugelassenen Roboterwagen befanden sich ein Allrad- Jeep, ein Militärgeländewagen vom Typ Hummer 1, der als Favorit gestartet war, sowie ein 16-Tonnen-Laster und ein Pick-up-Truck. Der letzte menschliche Kontakt war an der Startlinie erlaubt, danach mussten die Roboter selbstständig navigieren.

Eine wahre Herausforderung

"Wir wussten, dass es eine Herausforderung wird", sagte Jan Walker von der zuständigen Pentagonabteilung. Diese hatte das Rennen mit 13 Millionen Dollar gefördert. Die Teilnehmer haben vermutlich das vier- bis fünffache davon ausgegeben. Die Fahrzeuge waren mit GPS-Empfängern zur Bestimmung ihrer Position sowie zahlreichen Sensoren, Laser, Radar und Kameras ausgerüstet worden, um allein ihren Weg durch die Wüste finden und den Hindernissen ausweichen zu können.

"Es ist eine große Herausforderung", meinte auch der Ingenieur Venkatesh Vasudevan. "Man kann darauf wetten, dass es nicht möglich ist. Aber wenn man sich keine Ziele setzt, dann lernt man auch nichts", erklärte er, nachdem der Wagen seiner Mannschaft nach wenigen hundert Metern auf die Seite gekippt war.

AP, DPA AP DPA

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