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Implantate sollen es ermöglichen Firma von Elon Musk behauptet: Dieses Äffchen steuert das Videospiel Pong mit seinen Gedanken

Die Makakendame Pager hat Implantate im Hirn, die ihre Hirnaktivität aufgezeichnet haben, während sie einen Joystick bewegte
Die Makakendame Pager hat Implantate im Hirn, die ihre Hirnaktivität aufgezeichnet, während sie einen Joystick bewegt
© Screenshot Youtube / Neuralink
Eine Firma von Tesla-Chef Elon Musk hat ein Video veröffentlicht, das ein Makaken-Äffchen dabei zeigen soll, wie es ein Computerspiel mit seinen Gedanken spielt. Ermöglichen sollen das Hirn-Implantate.

Pager ist neun Jahre alt und steht ziemlich auf Bananen, genauer gesagt Bananen-Smoothie. Und um an ihre flüssige Köstlichkeit zu gelangen, muss die neunjährige Makakendame neuerdings buchstäblich keinen Finger mehr krumm machen. Das zumindest behauptet das Technik-Unternehmen Neuralink in einem Youtube-Video.

Die Firma von Tesla-Chef Elon Musk entwickelt Implantate, die Hirnaktivität messen. Äffchen Pager hat zwei solcher Implantate in ihren Hirnhälften. Neuralink hat sie, das sieht man in dem Video, dazu konditioniert, einen Cursor auf einem Bildschirm per Joystick zu steuern. Immer wenn sie das richtige Feld erreicht, kommt aus einer Röhre leckerer Bananen-Smoothie – direkt in Pagers Mund.

So habe man wochenlang die Hirnaktivität gemessen, wenn das Äffchen den Joystick bewege, eine Sequenz für nach oben, eine für nach unten, eine für nach rechts und so weiter. Anschließend hätten die Techniker die Implantate mit dem Spiel auf dem Bildschirm gekoppelt, heißt es in dem Video. Nun müsse Pager nur noch an die Bewegung denken, die sie ausführen wolle und der Cursor bewege sich. Sie sei mittlerweile derart flink in der Steuerung mit ihren Gedanken, dass sie das Computerspiel Pong ohne Einsatz ihrer Hände spiele.

Neuralink: Mehr als 2000 Elektroden im Implantat

Mehr als 2000 winzige Elektroden messen in den Chips in Pagers Hirn messen die Aktivitäten. Diese Informationen hätte Neuralink daraufhin in einen Decoder gegeben, der wiederum in Echtzeit aus ihren Gedanken Steuerbefehle habe generieren können.

Zu Beginn im Video bewegte Pager den Cursor per Joystick, später ist der Joystick ausgesteckt, sie bewegt ihn aber weiterhin und am Ende hält sie ihre Arme still und steuert das Geschehen auf dem Bildschirm augenscheinlich nur mit ihren Gedanken.

"Unser Ziel ist es, gelähmte Menschen dazu zu befähigen, einen Computer oder ein Telefon nur mit ihrer Hirnaktivität zu steuern", sagt der Erzähler in dem Neuralink Video auf Youtube. Solche Menschen müssten sich die Bewegungen ihrer Hände vorstellen, um den Decoder zu kalibrieren.

Elon Musk will Gelähmte wieder laufen lassen

Musk twitterte dazu: "Das erste Neuralink-Produkt wird es einem gelähmten Menschen ermöglichen, ein Smartphone mit seinen Gedanken schneller zu benutzen als jemand mit seinen Daumen." In späteren Versionen würden die Chips dazu in der Lage sein, Hirnaktivität in Echtzeit an Implantate an anderen Stellen im Körper zu senden. So solle es etwa gelähmten Menschen möglich sein, wieder zu laufen.

Quellen: Youtube-Video Neuralink / CNN

fin

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