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Internationale Funkausstellung: Das lange Warten auf die Trends

Internet-Fernsehen, HDTV und DVD-Nachfolger: Glaubt man den Ausstellern auf der Ifa, so ist die nächste Generation der Unterhaltungselektronik bereits angebrochen. Doch die Realität sieht anders aus.

Bereits im vergangenen Jahr feierte die Unterhaltungselektronik-Branche das hoch auflösende Fernsehen HDTV als Revolution. Das ist auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin nicht anders. Brillante, gestochen scharfe Bilder werden versprochen - und das auf Fernsehgeräten, die immer flacher, immer größer werden.

Abwarten heißt die Devise

Die Programmveranstalter ziehen aber nicht so recht nach. Zwar senden Premiere, SAT.1 und Pro 7 mittlerweile in dem neuen Format. Doch die meisten anderen, auch die öffentlich-rechtlichen Sender, warten weiter ab. So lange es keine digitalen Bilder gibt, nutzen auch die schönsten so genannten HD-Ready-Geräte nichts. Da mag die Branche den Erfolg noch so sehr herbeijubeln. Die neuen Flachen sind zwar schicke Möbelstücke, mittlerweile auch erschwinglich, doch nach Einschätzung der Stiftung Warentest bieten die alten Röhrengeräte eine bessere Bildqualität. Das sei jedenfalls so, wenn es sich um analoge Bilder handele. Und das ist in den meisten Fällen noch der Fall. Selbst, wenn sich die Sender einmal für HDTV entschlossen haben, wird der Käufer nach Einschätzung der Warentester nur selten eine wirkliche Verbesserung bemerken. Es sei denn, er sitzt in geringem Abstand zum Fernseher.

Auch das auf der Ifa heftig umworbene Internet-TV IP-TV steckt noch in den Kinderschuhen. Die Telekom hat das Angebot offiziell im August gestartet. Bislang gibt es aber offenbar nur wenige hundert der dafür vorgesehenen VDSL-Hochgeschwindigkeitsanschlüsse. Das IP-TV ist längst nicht ausgereift. Nutzer benötigen gleich vier Geräte, um das Angebot empfangen zu können: Den so genannten Splitter, das Modem, den Router und das TV-Empfangsgerät. Günstig ist das Ganze auch nicht. Die Telekom bietet das Internet-Fernseh-Paket mit 60 Kanälen für monatlich rund 81 Euro an, inklusive Anschluss und Surf-Flatrate. Alle 160 Kanäle kosten dann noch einmal zehn Euro mehr.

Der Kampf um die DVD-Nachfolge tobt

Spannend zu beobachten ist der Machtpoker der DVD-Nachfolgeformate Blu-ray und HD-DVD. Beide können ein Vielfaches der Datenmenge einer DVD speichern, sind aber nicht miteinander kompatibel. Sony, Apple und Dell wollen Blu-ray. Microsoft, Toshiba oder Intel favorisieren dagegen HD-DVD. Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Spekuliert wurde über die Einführung eines dritten Formats. Auf der Ifa wurden nun die ersten serienreifen Geräte beider Systeme gezeigt.

Branche boomt weiter

Der Unterhaltungselektronik-Branche geht es dennoch gut. Die Zahlen stimmen. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik wurde im ersten Halbjahr 2006 in den zehn wichtigsten europäischen Ländern ein Umsatzwachstum von 18 Prozent verzeichnet. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Europa rund 130 Milliarden Euro umgesetzt. In Deutschland allerdings wurden trotz WM leichte Einbußen von 1,5 Prozent verzeichnet. Für das bislang enttäuschende Ergebnis machte die Branche Umsatzrückgänge bei Informationstechnologie und Telekommunikation verantwortlich. Dadurch wurde die "überaus positive Entwicklung der klassischen Unterhaltungselektronik" mit einem Umsatzplus von über zehn Prozent auf 13,5 Milliarden Euro aufgehoben.

Für das Gesamtjahr 2006 rechnet man aber doch noch mit einem Plus von knapp vier Prozent auf dann 22 Milliarden Euro. Schließlich stehen Mehrwertsteuererhöhung und Weihnachten vor der Tür. Positiv für die Branche ist der Trend hin zu Markenware. So achten einer Studie zufolge 83 Prozent der Kunden wieder zuerst auf Qualität und nur 17 Prozent auf den Preis. Markenprodukte stünden nicht nur für höchste technische Qualität, sondern garantierten noch viele Jahre nach dem Kauf Sicherheit durch Service und Nachrüstmöglichkeiten, hieß es zur Begründung. Wenn es nach Kanzlerin Angela Merkel geht, müssten die Hersteller allerdings noch viel serviceorientierter arbeiten. Bei der Eröffnungsgala wandte sie sich mit einer "großen Bitte" an die Unternehmer: "Machen Sie es den Kunden nicht zu schwierig, und da, wo es nötig ist, bieten Sie ihm ordentlichen Service an."

AP / AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.