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Sumerer und die Aliens: Minister ist sicher: Erster Raumhafen der Welt war im Irak - vor 7000 Jahren

Wenn man Minister ist, sollte man sich mit seinem Feld zumindest ein bisschen auskennen. Der irakische Transportminister hat sich nun als echter Experte erwiesen - für Alien-Landungen in der Vorantike.

Sumerische Ruine in Ur Acient Aliens Nibiru

Sumerische Ruine im Irak (Symbolbild)

Über die Unfähigkeit von Politikern zu schimpfen, ist weltweit eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Wenn man sich die jüngsten Aussagen des irakischen Transportministers Kazem Finjan anschaut, wirkt unsere Politikerkaste aber plötzlich wie ein Glanzlicht der Kompetenz. Finjan kündigte auf einer Pressekonferenz einen neuen Flughafen an - und pries dessen Lage mit ganz besonderen Referenzen an.

Denn die im irakischen Süden gelegene Region Dhi Qar wurde nicht zufällig als Bauort gewählt. Sie sei schon immer der beste Ort der Welt zum Fliegen gewesen, erklärte der Minister in einer Videoaufnahme der Konferenz am 30. September. Dafür sorgten spezielle meteorologischen Umstände, die er aber nicht genauer erklärt. Der Himmel sei jedenfalls sicher zum Fliegen über Dhi Qar. Die Atmosphäre sei positiv, was immer das heißt. Deshalb sei auch der erste Flughafen der Welt dort erbaut worden. Und zwar von den Sumerern - 5000 Jahre vor Christus. Von dort seien auch ihre Raumschiffe gestartet.

 

Geheime Planeten und Sklavenrassen

Wer ihm nicht glaube, solle die Bücher des großartigen Historikers Zecharia Sitchin lesen. Der sei nämlich Experte für Sumerer. Leider sehen das echte Historiker vollkommen anders. Der in Russland geborene und dann über Palästina in die USA ausgewanderte Sitchin gilt als klassischer Pseudowissenschaftler und vermengt in seinen Büchern willkürliche Übersetzungen mit kruder Geschichtstheorie und noch kruderen Astronomie-Vorstellungen.

Sitchin zufolge sind etwa Aliens namens "Anunnaki" vor 450.000 Jahren auf die Erde gekommen. Sie stammen von Nibiru, einem bisher nicht entdeckten Planeten unseres Sonnensystems und entwickelten durch genetische Experimente für den Goldabbau eine Sklavenrasse - die Menschen. Erich von Däniken dürfte begeistert gewesen sein. Und auch Kazem Finjan erzählt in seiner Rede von Nibiru, die NASA hätte die Existenz des Planeten gerade bestätigt. Was aber nicht richtig ist.

Dass man im Internet über allerlei Pseudowissenschaft und oft krude Theorien stolpert, ist an sich nichts Neues. Auch Sitchins Theorien sind lange bekannt, sein Hauptwerk erschien 1976. Wenn nun aber ausgerechnet ein Minister auf Basis unwissenschaftlicher Behauptungen Entscheidungen trifft, ist das dann doch etwas gruselig.

mma
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