Panoramafotografie Obama-Foto mit Monsterauflösung


Ein Privatfotograf hat ein extrem hoch aufgelöstes Bild von Barack Obama Inaugurationsfeier aufgenommen und ins Netz gestellt. Der Betrachter kann bis George W. Bushs Schnürsenkel hineinzoomen. Die für dieses "Giga-Panorama" genutzte Technik kommt eigentlich auf dem Mars zum Einsatz.

Ein großes Bild von einem großen Tag: Der Privatfotograf David Bergman hat ein hochauflösendes Mega-Bild von der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten geschossen. Wie die Nasa mitteilte, hat sich Bergman dabei der Technologie der Weltraumbehörde bedient, mit der mehr als die hundertfache Auflösung durchschnittlicher Bilder erreicht werden kann. Während die Weltraumforscher auf diese Weise den Mars ablichten, nutzte Bergman die Technik, um die Amtseinführung mit mehr als zwei Millionen Menschen festzuhalten.

Bergmans Foto, das während Obamas Antrittsrede entstand, besteht der Nasa zufolge aus 1474 Megapixeln, während sich ein gewöhnliches Digitalbild aus weniger als 10 Megapixeln zusammensetzt. Die hohe Auflösung enthüllt kleinste Details von Obamas erstem Tag. So sind auf dem Foto die Ohrringe Hillary Clintons ebenso deutlich erkennbar wie George W. Bushs Schnürsenkel. In den ersten Tagen nach der Amtseinführung haben laut Nasa bereits mehr als zwei Millionen Menschen aus 186 Ländern das Bild im Internet betrachtet.

Das Geheimnis hinter den Superfotos ist eine automatische Plattform, auf der sich Digitalkameras kippen und schwenken lassen. Es dauert gewöhnlich einige Minuten, bis eine Kamera ihr Umfeld in Hunderten Bildern erfasst hat. Eine spezielle Software verschmelzt die Einzelfotos dann zu einem einzigen Gigapixel-Panorama (Gigapan) mit erstaunlicher Bildqualität und -tiefe. Die Technik wurde erstmalig von Nasa-Robotern auf dem Mars eingesetzt.

DPA DPA

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