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Unter 50 Euro Beats Flex im Test: Das kann Apples günstigster Kopfhörer

Den neuen Beats Flex gibt es auch in bunten Farben
Den neuen Beats Flex gibt es auch in bunten Farben
© Hersteller / PR
Der Beats Flex ist der bislang günstigste Kopfhörer der US-Firma. Zwar ist der Klang nicht so wuchtig wie gewohnt, für iPhone-Nutzer könnte er trotzdem eine gute Alternative zu den Standardkopfhörern sein.

Apple besitzt zwei bekannte Kopfhörermarken, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten: Da sind zum die Airpods, die mit ihrem weißen Klavierlack und den aus den Ohren hängenden Stöckchen mittlerweile das Stadtbild vieler Metropolen prägen. Und zum anderen die knallbunten Kopfhörer der Marke Beats. Was beide Marken gemeinsam haben: Sie sind alles andere als günstig.

Das ändert sich mit dem neuen Beat Flex: Er kostet weniger als 50 Euro und wurde vor allem für iPhone-Nutzer optimiert. Was er kann verrät dieser Test.

W1: Ein Mini-Chip macht den Unterschied

Bei dem neuen Beats Flex handelt es sich um einen klassische Bluetooth-Kopfhörer im Design des drei Jahre alten Beats X (hier unser Test), bei dem die beiden Ohrstöpsel mit einer Strippe miteinander verbunden sind. Er ist damit nicht komplett kabellos wie etwa Apples AirPods. Das mag nicht so hip sein, bietet im Alltag aber Vorteile: Zum einen muss man sich schon Mühe geben, den Kopfhörer unterwegs zu verlieren. Zum anderen ist die Bluetooth-Verbindung weniger störanfällig, da sich die Ohrstöpsel untereinander nicht synchronisieren müssen.

Eine Akkuladung hält laut Hersteller 12 Stunden durch. In unserem Alltagstest lag diese mit rund zehn Stunden etwas hinter den offiziellen Angaben, sie hängt aber auch mit der Wiedergabelautstärke zusammen. Allerdings ist die Laufzeit damit immer noch doppelt so lang wie bei herkömmlichen True-Wireless-Kopfhörern. Aufgeladen wird der Beats Flex via USB-C, das Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Nach zehn Minuten an der Steckdose hat man genug Strom für etwa 90 Minuten Musikwiedergabe.

Was den Beats Flex von anderen Strippen-Bluetooth-Kopfhörern unterscheidet ist der eingebaute W1-Chip. Der sorgt für eine simple Kopplung, sofern man Geräte aus Apples Ökosystem nutzt. Auf Android-Geräten koppelt man den Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen. Via Beats-App erkennt man den Akku-Stand auf Android-Geräten.

Apple-exklusiv ist dagegen die Audiofreigabe: Mit dieser können zwei Personen gleichzeitig Musik von einem iPhone oder iPad hören - entweder mit den Beats-Kopfhörern oder mit Apples Airpods.

Wie kling der Beats Flex?

Damit der Kopfhörer gut sitzt, befinden sich in der Packung vier verschiedene Aufsätze für die Ohrstöpsel. Praktisch: Wenn man den Kopfhörer nicht nutzt, lassen sich beide Stöpsel magnetisch aneinander befestigen, dann stoppt auch automatisch die Musikwiedergabe. Zieht man sie wieder auseinander, läuft die Musik weiter.

Haftet magnetisch aneinander: der Beats Flex
Haftet magnetisch aneinander: der Beats Flex
© Christoph Fröhlich/stern

Der Klang ist nicht so detailreich wie bei teureren Kopfhörern, das wäre angesichts des überschaubaren Preisschilds von weniger als 50 Euro jedoch auch eine Sensation. Der Beats Flex ist zudem nicht das Bass-lastigste Exemplar am Markt, was insofern bemerkenswert ist, weil die Marke früher der Inbegriff von wuchtigen Bässen war. Ganz so schüchtern wie die Earpods, die früheren iPhone-Modellen beilagen, ist er jedoch auch nicht. Für den besten Klang sollten die Stöpsel richtig in den Ohren stecken - probieren Sie deshalb unbedingt alle vier Aufsätze aus. Trotz kleiner Schwächen muss man sagen: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Die Tasten am Verbindungskabel erfüllen die üblichen Zwecke. So kann man mit ihnen die Lautstärke anpassen, Songs pausieren, Anrufe annehmen oder Sprachassistenten starten.

Angesichts des Preises ist aber auch klar: Technische Spielereien wie Touch-Oberflächen an den Ohrstöpseln und aktives Noise Cancelling gibt es nicht. Wer den Kopfhörer regelmäßig beim Laufen oder im Fitnessstudio nutzen möchte, sollte noch einen Blick auf die Powerbeats werfen, da diese dank der rutschfesten Ohrbügel einen besseren Sitz haben.

Fazit: Beats für Vernünftige

Mit dem Beats Flex für unter 50 Euro zielt der Konzern erstmals auf die Einsteigerklasse. Der Kopfhörer punktet mit einer tiefen Integration ins Apple-Ökosystem, einer langen Akkulaufzeit und einer guten Verarbeitung. Der Klang ist etwas flach und die Bässe sind nicht so drückend, wie man es von der Marke gewohnt ist, aber angesichts des überschaubaren Preises kann man dem Beats Flex kaum etwas vorwerfen.

Der Beats Flex ist in mehreren Farben zum Preis von 48,65 Euro erhältlich. Das entspricht einem Drittel des Preises, welchen Beats vor einigen Jahren für die ähnlichen Beats X verlangte.

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