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Actioncam: Hero 7 Black im Test: Diese Spitzen-Kamera könnte GoPro retten

Seit Jahren straucheln die Verkaufszahlen von Action-Kamera-König GoPro. Mit der neuen GoPro Hero 7 Black soll sich das ändern - mit Bildstabilisierung direkt in der Kamera und Livestreaming. Wir konnten die Kamera schon für drei Wochen testen und verraten, ob der Neustart gelungen ist.

Actionkamera: GoPro Hero 7 Black: Hier sehen Sie Beispiel-Aufnahmen

GoPro steht seit Jahren vor einem Dilemma: Obwohl man mit den gleichnamigen Action-Kameras praktisch im Alleingang einen Markt geschaffen hat, sind die Verkaufszahlen längst nicht mehr so gut, wie sie sein müssten. Einer der Gründe: Bis auf eine höhere Auflösung boten die neuen Modelle kaum Neuerungen. Mit der gerade vorgestellten Hero 7 Black soll sich das drastisch ändern. Und obwohl die ihrem Vorgänger optisch wie ein Ei dem anderen gleicht, strotzt sie geradezu vor lange ersehnten Features der Fans. Wir haben sie ausprobiert.

GoPro Hero 7 Black: Die Specs im Überblick

  • Video mit 4K und 60 Bilder die Sekunde
  • Zeitlupe mit 1080p bei 260 Bildern die Sekunde
  • Integrierte Video-Stabilisierung
  • Fotos in 12 MP
  • HDR-Aufnahmen
  • Stoßfest und wasserdicht bis 10 Meter
  • Livestreaming
  • Sprachsteuerung
GoPro Hero 7 Black Front

Die GoPro Hero 7 Black sieht auf den ersten Blick aus wie die Vorgänger

stern.de

Videos ohne Wackeln

Das wohl wichtigste neue Feature: Die Hero 7 Black hat eine interne Bildstabilisierung und gleicht Ruckler und Wackler schon beim Filmen automatisch aus. "Das war eines der am meisten gewünschten Features", erklärte CEO Nick Woodman gegenüber dem stern. Tatsächlich funktioniert die von GoPro "Hypersmooth" getaufte Funktion erstaunlich gut. Unser Videoteam war beim Schnitt regelrecht begeistert. Kleine bis mittlere Ruckler wurden selbst bei Bewegungs-intensiven Aktivitäten wie Radfahren oder in der Halfpipe praktisch vollständig entfernt. Nur besonders heftige Rucks konnte die Kamera nicht selbstständig ausgleichen.

Im Format 16:9 funktioniert die Stabilisierung bis zu einer Auflösung von 4K mit 60 Bildern die Sekunde bei gewohnt hoher Bildqualität - eine starke Leistung. Nicht perfekt, aber immer noch gut sind stabilisierte Aufnahmen bei schlechtem Licht. Das hat technische Gründe: Je weniger Licht auf die Linse fällt, desto mehr konzentriert sich die Kamera auf die Bildqualität, statt Wackler auszugleichen. Immerhin: Auch bei schlechtem Licht sehen die Aufnahmen noch ziemlich gut aus. Auch den Wechsel zwischen dunklen Stellen und plötzlich einfallendem Licht sowie Gegenlichtaufnahmen meistert die Hero 7 Black gut.

Für GoPro ist Hypersmooth ein wichtiger Schritt. Die Nutzer können so auf zusätzliche Gimbals zum Bildausgleich verzichten - und erhalten völlig neue Möglichkeiten. Während Gimbals unter Wasser oder bei starkem Wind wie Fahrtwind nicht funktionieren, kann die 7 Black auch unter diesen Bedingungen stabile Bilder liefern. Und: Mit dem "Hyperlapse" getauften Features gelingen nun stabilisierte Zeitraffer-Aufnahmen direkt auf dem Gerät. Die Kamera schießt dazu regelmäßig Einzelbilder, die dann zu einem Timelapse zusammengeschnitten werden. Eine Viertelstunde wird so auf etwa zwei Minuten gestaucht. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Auch bei hektischem Hin und Her entstehen gut stabilisierte Aufnahmen, ohne den bisher notwendigen Zusatzaufwand.

GoPro, geh live

Auch für Fans von Facebook Live und Instagram hat GoPro gute Nachrichten: Die Kamera kann nun live direkt in verschiedene soziale Webseiten streamen. Dazu übernimmt sie schlicht die Internet-Verbindung des gekoppelten Smartphones oder eine vorhandene WLAN-Verbindung. Der Stream ist schnell eingerichtet und erfolgt wahlweise in 480p oder 720p, eine höher aufgelöste Variante kann auf Wunsch auf der Karte gespeichert werden. Im Test war die Qualität des Streams gut. Die Verzögerung lag bei etwa zehn Sekunden, was bei einer mobilen Verbindung in Ordnung ist. Gut: Direkt beim Erstellen des Streams können auch die Privatsphäre-Einstellungen festgelegt werden, etwa ob nur für Freunde oder öffentlich gestreamt werden soll.

In Umfragen bei den Nutzern fand man heraus, dass viele die Kamera auch für Fotos nutzen. Um dem gerecht zu werden, wurde auch der Foto-Modus aufgebohrt. Die 7 Black kann nun mit intelligentem HDR an Motiv und Lichtsituation angepasst knipsen und soll so noch bessere Bilder schießen. Im Test gefielen die Bilder gut, eine vollwertige Foto-Kamera kann man so aber nicht ersetzen. Das Niveau liegt eher auf dem guter Smartphone-Kameras. Als reine Foto-Knipse sollte man die 7 Black nicht kaufen.

Die GoPro 7 Black schießt gute Bilder, kann mit vollwertigen Foto-Kameras aber natürlich nicht mithalten

Die GoPro 7 Black schießt gute Bilder, kann mit vollwertigen Foto-Kameras aber natürlich nicht mithalten

stern.de

Interface mit Macken

Neu ist auch die überarbeitete Bedienoberfläche der Kamera. Sie beruht nun auf wenigen Wischgesten und ist nach einigem Herumprobieren recht intuitiv benutzbar. Einige Funktionen, etwa der Wechsel zwischen Weitwinkel- und linearer Aufnahme, sind aber etwas umständlicher als wünschenswert wäre. Wie bei den Vorgängern lässt sich auch die 7 Black per Zuruf aktivieren. Bei "GoPro - Aufnahme starten" - passiert dann genau das.

Das Betriebssystem ist allerdings aktuell noch eine echte Schwäche der Kamera: Die im Test benutzte Vorabsoftware stürzte immer wieder ab, die Kamera fror ein. Ärgerlich, wenn man schnell einen Moment einfangen will. Genauso ärgerlich waren spontane Aufnahmen, die mehrfach im Rucksack oder auch auf dem Schreibtisch liegend gestartet wurden. Sie müllten nicht nur den Speicher zu, sondern saugten auch den Akku leer. Und als die Kamera dann loslegen sollte, war sie nicht einsatzbereit. Immerhin: Es handelt sich in erster Linie um Software-Probleme. Bis zum Verkaufsstart am 27. September sollte GoPro also noch Zeit in Feinschliff stecken.Tatsächlich zeigte sich das Unternehmen sehr interessiert an Fehlerberichten und Feedback, legte ständig Software-Updates nach.

Fazit: Ein starker Neustart

Mit der Hero 7 Black ist GoPro mal wieder ein richtiger Schlag gelungen. Die integrierte Bildstabilisierung funktioniert beeindruckend gut und hebt das Filmen mit einer Action-Cam auf ein neues Niveau. Mit stabilisierten Zeitraffern direkt auf der Kamera und neuen Einsatzmöglichkeiten wie stabilisiertes Filmen unter Wasser kann sich die 7 Black mal wieder richtig abheben. Hinzu kommt die immer wichtigere Unterstützung von Live-Streams, die ebenfalls sehr gut funktioniert. Einzig die Software kann aktuell noch nicht voll überzeugen - sie fühlt sich immer noch unfertig an. Eventuell sollten Kaufwillige also nach dem Verkaufsstart am 27. September noch einen Moment warten, bevor sie zuschlagen. Am Preis dürfte es aber nicht scheitern: Mit 429 Euro kostet die Hero 7 Black genauso viel wie ihr Vorgänger.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.