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Betriebskostenspiegel: Mieterbund rechnet mit steigenden Kosten

Die "zweite Miete" wird auch 2008 ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse reißen: Nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes werden die Kosten für Heizung und Warmwasser auch in nächsten Jahr weiter zulegen. Ein Ende der Preisspirale sei nicht in Sicht.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser in Mietwohnungen klettern voraussichtlich auch im kommenden Jahr weiter. Dies prognostizierte in Berlin der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Franz-Georg Rips. Der aktuelle Mietspiegel weist eine Steigerung dieser Kosten für das Jahr 2006 um 13 Prozent aus. Die Entwicklung bei Heizöl und Gas lasse erwarten, dass auch 2008 die Preise weiter in die Höhe gingen. Allein 250 Gasversorger hätten zum 1. Januar Preissteigerungen angekündigt. Zu erwarten sei, dass es zum 1. April oder spätestens zum 1. Oktober weiter nach oben gehe.

"Ähnlich wie bei Stromverträgen stellt sich auch bei den Gasversorgern die Frage nach einem Anbieterwechsel, riet Rips in einer Mitteilung des DMB. 2007 seien die Gaspreise gleich hoch geblieben oder leicht unter das Niveau des Vorjahres gefallen. Die Ölpreise seien dagegen bis einschließlich November um 25 Prozent gestiegen.

Verbrauch geht zurück

Der Betriebskostenspiegel ist auf Grundlage von 17.000 Abrechnungen aus 2006 erstellt worden. Die Daten bezögen sich auf eine Mietwohnungsfläche von neun Millionen Quadratmeter, was eine umfassende und repräsentative Aussage möglich mache, erklärte der Mieterbund. Danach ging der Verbrauch von Heizenergie 2006 gegenüber 2005 um sechs Prozent zurück. Zugleich stiegen aber die Preise für Heizöl um 10,7 und für Gas um 17,7 Prozent.

Von 2000 bis 2006 hat sich Heizöl nach dieser Zusammenstellung um 44,3 und Gas um 57,8 Prozent verteuert. "Ein Ende dieser Spirale ist nicht in Sicht", sagte Rips. Auch sparsameres Heizen und die Erneuerung von Heizanlagen genügten nicht, die ständig steigenden Preise auszugleichen, sagte Rips. Die sogenannten kalten Betriebskosten seien 2006 und auch 2007 weitgehend stabil geblieben. Im vergangenen Jahr stiegen den Angaben zufolge die Betriebskosten einer Wohnung insgesamt um 3,5 Prozent. Durchschnittlich müssen 2,13 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten aufgebracht werden. Rechnet man alle denkbaren Nebenkosten zusammen, könne die so genannte zweite Miete sogar 2,82 Euro ausmachen.

Betriebskosten in Ost- und Westdeutschland

DPA/AP / AP / DPA
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