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Waltraud Schade in "Tango mit Alice": Ich war Schwarzers Geliebte

Wie politisch ist das Private? In ihrem Buch "Tango mit Alice" erzählt eine Autorin Einzelheiten aus dem Leben von Alice Schwarzer, von denen die Autobiografie der Frauenrechtlerin nichts berichtet.

Die Berliner Autorin Waltraud Schade hatte nach eigenen Angaben in den 1970er Jahren eine Liebesbeziehung zu der deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer 

Die Berliner Autorin Waltraud Schade hatte nach eigenen Angaben in den 1970er Jahren eine Liebesbeziehung zu der deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer 

Die Berliner Autorin Waltraud Schade hatte nach eigenen Angaben in den 1970er Jahren eine Liebesbeziehung zu der heute bekanntesten deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Über diese "spannungsgeladene, dramatische Liebe und deren Scheitern" schreibt die Berlinerin nun in ihrem Buch "Tango mit Alice", das Ende September erscheint. In den Text sind Schade zufolge auch damalige Briefe an sie von Schwarzer eingeflossen, die zu der Zeit in Paris mit einem Mann in einer festen Partnerschaft gelebt habe.

Auf die Frage der Deutschen Presse-Agentur, warum sie die Beziehung zu der prominenten Frauenrechtlerin mehr als vier Jahrzehnte nach der - auch nur recht kurzen - Liaison nun öffentlich macht, sagte die Autorin: "Es kommt in einer Liebesbeziehung nicht auf die Länge oder Kürze an, sondern auf die Qualität. Und die kann ich dieser Beziehung nicht absprechen - mit all ihren Höhen und Tiefen." Und: "Ich denke, dass sich das Bild von Alice Schwarzer verändert, wenn man sie an ihren eigenen Ansprüchen misst." 

Schwarzer liebt Männer und Frauen

"Tango mit Alice" erscheint am 24. September beim Verlag rot & licht

"Tango mit Alice" erscheint am 24. September beim Verlag rot & licht

Schwarzer äußerte sich nicht zu dem Buch. In ihrer Autobiografie "Lebenslauf" (2011) hatte sie viel über ihr Privatleben preisgegeben und sich auch geoutet als jemand, der Männer und Frauen liebt. Sie sei aktuell mit einer namentlich nicht genanntem Frau glücklich liiert, hatte die Kölner Herausgeberin der feministischen Zeitschrift "Emma" geschrieben. Schade ist in der Schwarzer-Autobiografie mit keinem Wort erwähnt. Über ihre Zeit in Frankreich und ihre Liebe zu ihrem Pariser Freund Bruno hatte Schwarzer ausführlich berichtet. 

"Warum blendet sie einen wichtigen und prägenden Teil ihres Lebens in ihrer Autobiografie aus?", fragt Waltraud Schade - sie gehört dem Vorstand des Verbands deutscher Schriftsteller an - in Richtung Schwarzer laut Mitteilung des Verlags rot & licht. Der Leser solle sich selbst ein Bild machen, ob es ein "Makel" sei, "gleichzeitig in verschiedenen Liebesbeziehungen" zu leben. Schade zufolge war Schwarzer mir ihr und Bruno zeitgleich zusammen. 

"Erinnerungen an Alice Schwarzer in Dur und Moll"

Die Berlinerin schildert Schwarzer aus ihren Erinnerungen an die Jahre 1972/73 als temperamentvoll, aktiv, forsch, aber auch bedrängend, streng, zornig und getrieben. Sie - Schade - habe sich "unterdrückt, eingeengt und bevormundet" gefühlt." Der dpa sagte sie: "Ich erinnere daran, dass es Alice Schwarzer war, die verlangt hat, das Private als Politisches zu betrachten (...) Soll Alice Schwarzer nicht an ihrem eigenen Anspruch gemessen werden?"

Yuriko Wahl, DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.