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Eigenheimzulage: Bausparkassen rechnen mit Ende des Bau-Booms

Auch wegen der "Verteufelung" des Eigenheimbaus wird im neuen Jahr die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich sinken. Hingegen wird der Mietwohnungsbau demgegenüber nach wie vor massiv gefördert.

Die privaten Bausparkassen halten eine Fortsetzung des Booms bei neuen Verträgen für unwahrscheinlich. Der Hauptgeschäftsführer ihres Verbandes, Andreas Zehnder, führte am Montag in Berlin die "außerordentlich erfreuliche" Entwicklung des vergangenen Jahres auf besondere Umstände wie niedriges Zinsniveau und politische Rahmenbedingungen zurück, die 2004 nicht mehr gälten. Für 2003 rechnete er mit einem Zuwachs von 20 Prozent auf 58 Milliarden Euro Bausparsumme gegenüber 2002.

Wohneigentum "ständig verteufelt"

Als einseitig kritisierte Zehnder die Entscheidung von Bundestag und Bundesrat, die Eigenheimzulage um 30 Prozent Fördervolumen zu kürzen, als einseitig. Der Mietwohnungsbau werde demgegenüber nach wie vor massiv gefördert. Zehnder sprach von einer "ständigen Verteufelung" des Wohneigentums.

Westen verfehlt Nachkriegstiefstand nur knapp

Den Berechnungen des Verbandes zufolge wird im neuen Jahr die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich sinken. Das werde von einer Zunahme der Fertigstellungszahlen, die sich aus dem drastischen Anstieg der Genehmigungen 2003 ergebe, nur vorübergehend verdeckt. In Westdeutschland werde mit 195.000 Genehmigungen, darunter 125.000 Wohnungen in Eigenheimen, der absolute Nachkriegstiefstand von 1987 nur knapp verfehlt. Im Osten "dürften sich die Genehmigungszahlen 2004 mit 35.000 insgesamt und 25.000 Eigenheimen etwas über dem Niveau von 1992 bewegen", meinte Zehnder. Bei den fertig gestellten Wohnungen geht der Verband von einer Zunahme gegenüber 2003 von knapp zehn Prozent auf 285.000 aus, wobei die Zahl nur im Westen steigen dürfte. Im Osten rechnet der Verband mit einer Stagnation bei 35.000.

Volle Einbeziehung in die Pläne zur Altersvorsorge

Zehnder forderte eine vollwertige Einbeziehung selbstgenutzten Wohneigentums in die Pläne zur Altersvorsorge. Er begründete das mit demoskopischen Erhebungen, wonach 80 Prozent der Bevölkerung selbstgenutztes Wohneigentum als Altersvorsorge wünschten, aber nur 13 Prozent sich mit der Riester-Rente anfreunden könnten.

DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.