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Energiesparlampen: Verkäufer tappen bei Beratung meist im Dunkeln

Am 1. September geht das Licht aus für die 100-Watt-Glühbirne. An ihren Platz sollen laut EU-Verordnung Energiesparlampen treten. Doch ausgerechnet bei der Beratung zu den neuen Modellen zeigen viele Verkäufer Schwächen.

Verbraucher werden beim Kauf von Energiesparlampen einer Untersuchung zufolge schlecht beraten. Grund: Viele Verkäufer sind nur unzureichend informiert, kritisierte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am Donnerstag. Demnach wusste nur ein Viertel aller Verkäufer, dass die Lumen-Angabe auf der Verpackung die Helligkeit der Lampe bestimmt. Ein Drittel habe zudem nicht gewusst, dass die quecksilberhaltigen Lampen im Sondermüll entsorgt werden müssen.

Viele Energiesparlampen verbrauchen weniger als ein Fünftel des Stroms, den vergleichbar helle Glühbirnen benötigen. Dass deshalb eine 100-Watt Glühbirne durch eine 20-Watt Energiesparlampe ersetzt werden kann, wussten laut Verbraucherzentrale NRW allerdings nur zwei Drittel aller Verkäufer. Vor allem Mitarbeiter in Drogeriemärkten könnten dem Verbraucher bei der Orientierung im "unübersichtlichen Angebot vielfältiger Beleuchtungsalternativen" kaum helfen. Hier hätten über neunzig Prozent die benötigte Wattzahl nicht nennen können.

Besser schnitten Verkäufer in Lampenfachgeschäften ab. 86 Prozent wussten die korrekte Antwort, zudem empfahlen bis auf ein Geschäft alle den richtigen Entsorgungsweg. Allerdings wusste auch knapp ein Drittel von ihnen nicht, was die Lumen-Angabe auf der Verpackung bedeutet.

Die Verbraucherzentrale prüfte 222 Geschäfte in 34 Städten, darunter Baumärkte, Drogeriemärkte und Lampenfachgeschäfte. Ab 1. September verschwinden nach einer EU-Vorgabe zuerst die 100-Watt-Glühbirnen und die matten Modelle aus den Läden. Anschließend sollen auch schwächere Glühbirnen vom Markt genommen und durch umweltfreundlichere Produkte ersetzt werden.

AFP / AFP
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