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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: 7 Dinge, die ich in der EM-Zeit gelernt habe

Gerade erst ist die Vorrunde vorbei, doch es ist schon so viel passiert! Die verrücktesten Sex-(EM)-News der Woche und was wir aus ihnen lernen können.

Von Henriette Hell

Mario Gomez im EM-Spiel gegen Irland

Der Spagat so manchen Mannes: Im Traum so sein wie Mario Gomez, im echten Leben aber minimalen Arbeitsaufwand und größtmögliche Gechillheit bevorzugen

1. Dildos in Deutschlandfarben 

In diversen Online- und Sexshops sind Dildos in Deutschlandfarben (14 cm lang, stabiler Saugnapf, Hodenersatz, naturnahe Aderung, ausgeprägte Eichel, Tiefpreisgarantie! – für 24,99 Euro) gerade DER Verkaufsschlager. Der Slogan dazu: "Mit dieser schönen Latte landest du bestimmt einen Treffer!" Ich stelle mir das jetzt so vor: EM-bedingt vernachlässigte Frauen in ganz Deutschland warten jetzt jeden Abend mit dem Ding in der Hand vor dem Fernseher darauf, dass endlich mal wieder ein Puma-Trikot reißt. Dazu läuft Mark Forsters EM-Song "Wir sind groß". Und dann: Tor! Tor! Tor!

2. Schlafzimmer-Akrobatik

Gerade habe ich gelesen, dass die sogenannte Schubkarren-Stellung (WTF?!) auf Platz 7 der beliebtesten Sexpositionen der Deutschen liegt. Na, hoppla – jetzt muss ich mich aber mal outen: noch nie gehört! Noch nie gemacht! Und auch nicht geplant! (Der Rücken ...)

3. Der Snack danach ...

Im "Tagesspiegel" stand: "Die Schwarze Witwe tötet ihre Partner nach der Paarung – allerdings weit seltener als gedacht." Es hänge davon ab, wie er sich anstelle! Für die deutlich kleineren Männchen laute die Devise deshalb: schneller Sex, schnell weglaufen. Das erhöhe die Überlebenschancen. Gar nicht mal so blöd, was die Schwarze Witwe da abzieht: Nach einer miesen Nummer einfach die "Ursache" direkt zum Nachtisch verspeisen. Und damit die Chance auf besseren Sex für alle Frauen erhöhen. Bravo!

4. Alles Fake?

Der Gipfel der Coolness, ähm, Gefühlskälte: Laut einer Umfrage des Dating-Portals VictoriaMilan gehen 82 Prozent der Deutschen lieber fremd, als sich scheiden zu lassen, wenn es in ihrer Ehe nicht mehr läuft. Hauptsächlich aus Angst vor finanziellen Nachteilen. Also echt, Leute: Wenn ihr keine Lust mehr auf Schatzi habt, dann ringt euch wenigstens einen sauberen Cut ab. Oder machts wie die Franzosen und wagt l’amour a trois ...

5. Cola statt Kondom

Noch ein Fundstück: Ich las, dass viele Frauen in Tansania glauben, dass sie nicht schwanger werden können, wenn sie vor und nach dem Sex ganz viel Coca-Cola trinken. In Deutschland ist es ähnlich: Einige Leute, die ganz viel Cola mit Rum getrunken haben, vergessen, dass man schwanger werden kann, wenn man das Kondom weglässt. Mit dem Ergebnis, dass meine Freundin Kaja* in drei Monaten ihr erstes Kind zur Welt bringen wird. Glücklicherweise von ihrem Freund und ohne sich dabei eine fiese Geschlechtskrankheit zugezogen zu haben. 
*Name geändert 

6. Per Telefon Schluss machen

Alle lästern derzeit über Taylor Swift, weil sie ihren Freund Calvin Harris am Telefon abserviert hat. Mal ehrlich: Warum denn nicht?! Im schlimmsten Fall hätte sich Calvin seiner Ex in einer Face-to-Face-Situation heulend vor die Füße geworfen und sie hätte die bereits kaputte Beziehung aus Mitleid nochmal künstlich verlängert. Und dann drei Wochen später endgültig Schluss gemacht. Warum nicht auf kurz und schmerzlos – für beide?

7. Slacker vs. Fußballstar

Die meisten Fußballstars sind schon mit Anfang 20 verheiratet und haben Kinder. Das liegt wohl daran, dass sie bereits in jungen Jahren ein beeindruckendes Vermögen anhäufen konnten, welches es ihnen ermöglicht, sich ein luxuriöses "Nest" mit allem drum und dran zu leisten. Im "wahren Leben" sieht es eher so aus, dass viele Männer so um die 30 oder gar 40 – trotz abgeschlossenem Studium und überdurchschnittlich hohem IQ – immer noch nicht wissen, was sie jetzt eigentlich "Vernünftiges" mit ihrem Leben anfangen sollen. Und es auch gar nicht wollen. Karriere? Verantwortung? Och, nö, lass mal. Stattdessen zelebrieren sie einen lässigen Low-Budget-Lifestyle mit minimalem Arbeitsaufwand, maximaler Freizeit, größtmöglicher Gechilltheit. Wichtig: Bloß nicht so werden wie der eigene Vater mit ödem Nine-to-Five-Job, Reihenhaus und Rasenmäher. Und natürlich: keine Macht dem Kapitalismus. Außer in ihren Träumen. Da wären sie gerne wie ... Ronaldo oder Gomez.  

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