HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Muschi-Burger, Mojito aus der Leitung und ein Nachmittags-Lover - #JGA in Barcelona

Henriette Hell unterwegs – diesmal: Junggesellinnenabschied in Barcelona. Oder: Das wildeste Wochenende meines Lebens.

Die Kunst ist, ohne Trinkpausen durchzuhalten.

Die Kunst ist, ohne Trinkpausen durchzuhalten.

Barcelona, 18 Grad. Die Frisur sitzt. Noch! Denn für die kommenden drei Tage gab es für uns – sieben feierwütige Girls um die 30 – nur eine Regel, um den Abschied unserer Freundin Clarissa* in den Hafen der Ehe gebührend zu feiern: Das Schlimmste sind die Trinkpausen!!! Wer jetzt die Augen verdreht, dem kann ich direkt mal den Wind aus den Segeln nehmen, denn eine neue wissenschaftliche Studie besagt: "Intelligent people drink more alcohol than stupid people". Na, bitte.

Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, wir haben uns daneben benommen. Ja, wir sind jetzt alle tätowiert. Und, ja: Es war eins der besten Wochenenden unseres Lebens. Und das, ganz ohne Stripper und dämliche Kostüme! Für alle, die sich das nicht vorstellen können, kommen hier mal die Highlights unserer Sause:   

1. Dreißig Prozent von uns mussten sich übergeben. Allerdings nicht wegen übermäßigem Alkoholkonsum – sondern "bloß" wegen des starken Wellengangs, der uns auf unserer gemieteten Segelyacht zusetzte. Aber, hey, die Tour war besser als jede Achterbahnfahrt!

2. Bargeld? Überflüssig. Egal, welche Bar wir betraten – Verehrer und Charmeure ließen nicht lange auf sich warten und spendierten uns alles, was wir wollten (und nicht wollten).

3. Zum Abendbrot haben wir uns einen Burger namens "Schmeckt wie die Muschi deiner Mutter" in Barcelonas angesagtester Rockkneipe gegönnt. Als Absacker gab’s die Spezialität des Hauses: "Panthermilch", einer weißer, dickflüssiger Schnaps. Spendiert von einem Mann, der unter seinem rechten Ohr den Schriftzug "Death" tätowiert hatte. Angeblich eine Widmung an seine Ex-Frau. Merke: Nicht jede Ehe verläuft glimpflich ...

4. Wir hatten einen JGA im JGA, denn: Eine von uns hat sich spontan mit einem Franzosen namens "Nazih" (kein Scherz, der arme Mann hieß wirklich so!) aus dem Apartment nebenan verlobt. Zwar hielt die Liebe der beiden nur für einen, äh, Nachmittag. Aber dafür war sie intensiver, als so manche Ehe es jemals sein wird! 

5. Wir haben uns alle dasselbe Tattoo stechen lassen. Und finden es nüchtern noch immer gut. Der Bräutigam übrigens auch. Das muss uns erstmal einer nachmachen.

6. Wir haben Barcelona im Regen erlebt – und es war uns egal.

7. Die Muddis unter uns haben das ganze Wochenende kein einziges Wort über Windeln, Teilzeit, Kitas und Co. verloren. Respekt!

8. "Schrei nach Liebe" und "Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist" sind mit Abstand die romantischsten Songs, die jemals geschrieben wurden. Punkt. Vor allem, wenn sie von einem heißen Spanier samt Gitarre interpretiert werden.

9. Die Feierwütigste unter uns wollte nachts um 4 Uhr unbedingt noch einen Tequila in der Eckkneipe "Frankfurt" schlürfen – aber blöderweise hörte später keiner mehr ihr Klingeln. Egal! Sie übernachtete einfach bei der spanischen Familie nebenan. Behauptete sie zumindest ...

10. Als unsere Männer zu Hause von den Einzelheiten unserer Sause erfuhren, zeigten sie sich "schockiert" und der Bräutigam befürchtet gar, unseren JGA mit seinen Jungs nicht toppen zu können. Gibt’s ein schöneres Kompliment?! 

Was wir in Barcelona fürs Lebens gelernt haben 

1. Wenn du in Barcelona einen Strawberry Juice orderst, bekommst du einen Strawberry Mojito. Auch aus der Leitung kommt Mojito. Es regnet sogar Mojito. 

2. Nächstes Jahr reisen wir alle nach Wlanzuela.

3.  Wundere dich nicht, wenn du irgendwann Delphine siehst, wo keine Delphine hingehören. Das liegt vermutlich an einer Überdosis Käse-Nachos.

4. Jede sollte einen Julian haben.

5. Ein Fuß ohne Tattoo ist ein nutzloser Fuß.

6. Schinken und Himbeereis. Mehr braucht kein Mensch in seiner Speisekammer.

7.Immer noch: Die Trinkpausen sind das Schlimmste!!!

 * Name geändert


Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.