Hochschule Weibliche Intelligenz erobert Hochschulen


An Deutschlands Hochschulen sind Frauen im Kommen. Im laufenden Wintersemester haben sich erstmals mehr weibliche als männliche Studienanfänger eingeschrieben. Im internationalen Vergleich liegen Frauen sogar noch weiter vor den Männern.

An Deutschlands Hochschulen ist die weibliche Intelligenz auf dem Vormarsch. Im laufenden Wintersemester haben sich mit 50,4 Prozent aller Studienanfänger erstmals mehr Frauen als Männer an den Hochschulen eingeschrieben, wie der Informationsdienst des Instituts der Deutschen Wirtschaft (iwd) in Köln mitteilte. In der Altersgruppe der 19- bis 25-Jährigen entschieden sich 38,7 Prozent der Frauen für ein Studium an Uni oder Fachhochschule, bei den gleichaltrigen Männern waren es dagegen nur 36,5 Prozent.

Im internationalen Vergleich liegen Frauen allerdings noch weiter vor den Männern: In den OECD-Ländern begannen im Schnitt 48 Prozent der Frauen der in Frage kommenden Jahrgänge ein Studium, bei den Männern im gleichen Alter entschieden sich aber nur 40 Prozent für eine akademische Ausbildung. Insgesamt haben die Deutschen allerdings ziemlich aufgeholt: 1993 begannen nur 26,6 Prozent der männlichen 19- bis 25-Jährigen ein Studium, bei den Frauen waren es damals nur 24,3 Prozent, zusammen ergab dies eine Anfängerquote von 25,5 Prozent. Im Wintersemester 2002/2003 lag diese immerhin schon bei 37,5 Prozent.

Bezogen auf den Prozentanteil eines Jahrgangs überrundeten die Frauen in Deutschland schon 1995 die Männer: Damals schrieben sich 27,0 Prozent der Frauen dieser Altersklasse an einer Hochschule ein, bei den gleichaltrigen Männern waren es dagegen nur 26,6 Prozent. In absoluten Zahlen dominierten damals aber noch die männlichen Studienanfänger (137.063) die weiblichen (125.344). Im laufenden Wintersemester gibt es nun erstmals mehr weibliche als männliche Studienanfänger. Sie treffen jedoch immer noch auf eine männliche Übermacht: Bis heute sind Forschung und Lehre in Deutschland fest in Männerhand. Nur jeder dritte Doktorhut und nur jeder neunte Professorentitel gehören einer Frau.


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