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Mehr ABC-Schützen in Deutschland: Zahl der Schulanfänger gestiegen

In diesem Jahr wurden in Deutschland wieder mehr als 700.000 Kinder eingeschult. Doch die Zahlen der 1990er Jahre sind noch längst nicht erreicht.

In diesem Jahr strömten wieder mehr Kinder am ersten Schultag in die Grundschulen

In diesem Jahr strömten wieder mehr Kinder am ersten Schultag in die Grundschulen

Zu Beginn des laufenden Schuljahres wurden in Deutschland 708.220 Kinder eingeschult. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Doch vergleicht man die Zahlen mit denen von vor zehn Jahren, sind es 13,7 Prozent weniger.

Den stärksten Anstieg gab es im Osten: In Brandenburg wurden 20.800 Kinder eingeschult, ein Plus von 5,2 Prozent; in Sachsen stieg die Zahl der Erstklässler um 4,8 Prozent auf 34.600. Einen leichten Rückgang von 0,3 Prozent auf 96.000 Schulanfänger verzeichnete Baden-Württemberg. Im Osten hatte es durch den Geburtenknick nach der Wende einen starken Rückgang Ende der 1990er Jahre gegeben: Von 1995 bis 2001 hatte sich dort die Zahl der Schulanfänger auf 102.000 mehr als halbiert.

Die Zahl der ABC-Schützen war deutschlandweit jahrelang gesunken und 2012 erstmals unter 700.000 gefallen. Im vergangenen Jahr hatte es ein leichtes Plus um 0,2 Prozent gegeben. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre lag die Zahl der Schulanfänger noch bei über 900.000, nach Angaben des Bundesamts war 1995 mit 953.155 der bisher höchste Stand erreicht. Im Jahr 2001 waren erstmals weniger als 800.000 Kinder eingeschult worden.

Der überwiegende Teil der Schulanfänger begann die Schulausbildung in Grundschulen. In Förderschulen wurden 3,2 Prozent der ABC-Schützen eingeschult, 1,8 Prozent in Integrierten Gesamtschulen und 0,8 Prozent in Freien Waldorfschulen. Von allen neu eingeschulten Kindern waren 48,6 Prozent Mädchen.

vim/ots/DPA / DPA

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