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Schulaufgabe: Herzzerreißender Aufsatz einer Schülerin: "Ich hasse das Telefon meiner Mutter"

Viele Eltern verbringen viel Zeit mit ihrem Smartphone – mehr als mit ihren Kindern. Wie sehr das den Kleinen zusetzt, zeigt nun der Aufsatz einer Schülerin aus den USA.

Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit – sie haben Fragen, Probleme und benötigen bei vielen Dingen Unterstützung. Schade, wenn die Eltern dann abgelenkt sind. Und besonders schade, wenn sie den ganzen Tag so beschäftigt mit ihrem Smartphone und anderen Medien sind, dass sie darüber ihre Kinder ganz vergessen.

Einen traurigen Fall erlebte eine Lehrerin aus den USA. Die Frau aus Louisiana unterrichtet eine zweite Klasse und fragte ihre Schüler im Alter von sechs bis sieben Jahren, welche Erfindung sie nicht mögen und warum. Darüber sollten die Kinder einen kleinen Aufsatz schreiben.

"Ich hasse das Telefon meiner Mutter"

Anschließend postete sie auf Facebook den Text eines kleinen Mädchens, der sie besonders bewegte. Als Erfindung, die sie gar nicht mochte, hatte sich die Schülerin das Mobiltelefon ihrer Mutter ausgesucht. 

"Ich mag das Telefon nicht, weil meine Eltern jeden Tag am Telefon sind. Ein Telefon kann manchmal eine wirklich schlimme Angewohnheit sein", beklagt sie. In ihrem Aufsatz klingt durch, dass sie sich von ihren Eltern deshalb vernachlässigt fühlt: "Ich hasse das Telefon meiner Mutter und ich wünschte, sie hätte nie eines gehabt."

Darunter zeichnete das Mädchen ein durchgestrichenes Smartphone und ein trauriges Mondgesicht, das sagt: "Ich hasse es."

Kinder fühlen sich vernachlässigt

Von 21 Schülern hätten vier bei dieser Aufgabenstellung über das Telefon geschrieben, berichtet die Lehrerin in ihrem Facebook-Post. Der Beitrag verbreitet sich schnell in dem Netzwerk und wurde schon hunderttausende Male geteilt. Offenbar können auch viele Erwachsene mit dem kleinen Mädchen mitfühlen. Auch viele Eltern fühlten sich durch den Text ertappt. "Hört euren Kindern zu", schrieb die US-amerikanische Lehrerin dazu.

In Deutschland haben bereits einige Organisationen und Institutionen auf das Problem aufmerksam gemacht. So startete die Stadt Frankfurt schon vor drei Jahren eine Plakatkampagne, mit der sie Eltern dazu aufforderte, mal vom Telefon aufzuschauen und mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Diana Knodel im Profil


epp

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