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Großbritannien: Babyglück nach 13 Fehlgeburten: "Ich kann nicht glauben, dass sie wirklich mir gehört"

Elf ihrer Schwangerschaften endeten im ersten Trimester mit Fehlgeburten, eine nach 17 und eine nach 20 Wochen. Bis eine Spezialistin den Eltern half, damit bei der 14. Schwangerschaft alles gut ausgeht. Das britische Paar kann sein Glück kaum fassen.

Ein Baby schaut mit großen Augen

Endlich hat's geklappt: 2018 brachte Laura Worsley ihre Tochter Ivy auf die Welt, sie ist nun neun Monate alt

Ivy Rose Worsley ist neun Monate alt. Dass sie es auf die Welt geschafft hat, hat sie jedoch nicht nur ihren Eltern zu verdanken. Laura und Dave Worsley hatten vor ihrer Geburt schon viele Male versucht, ein Baby zu bekommen, immer ohne Erfolg. 13 Schwangerschaften endeten mit Fehlgeburten, die längste erreichte die 20. Schwangerschaftswoche (SSW). Das Paar aus Kenilworth, rund 150 Kilometer nordwestlich von London, wandte sich an die Professorin Siobhan Quenby, die als Direktorin der Biomedizinischen Forschungseinheit für Reproduktionsmedizin an der University of Warwick arbeitet. Mit ihrer Hilfe wurde die 14. Schwangerschaft ein Erfolg, über dessen Resultat Ivy, die 35-jährige Mutter, sagt: "Auch jetzt, nach neun Monaten, kann ich nicht glauben, dass sie wirklich mir gehört."

Es war 2008, als den Worsleys zum ersten Mal wegen einer Fehlgeburt das Herz brach, berichtet die BBC. Als sie das dritte Kind verloren, wussten sie, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Ärzte rieten ihnen, es weiter zu versuchen, aber als auch die vierte Schwangerschaft abbrach, empfahl man ihnen, sich an die Expertin Quenby zu wenden. Laura Worsley wurde untersucht und es stellte sich heraus, dass sie an einer Autoimmunkrankheit namens Antiphospholipid-Syndrom (APS) litt. An APS erkranken in erster Linie Frauen, eines der Symptome sind wiederkehrende Fehlgeburten.

Der Weg zum Erfolg nach all den Fehlgeburten

Zunächst lautete der Rat, es mit hohen Dosen an Folsäure zu versuchen, ein Vitamin, das im Körper an Wachstumsprozessen, Zellteilung und Blutbildung beteiligt ist und von den meisten Schwangeren oder Frauen mit Kinderwunsch eingenommen wird. Doch es half nicht. "Wir nahmen an Studien teil, machten sämtliche Tests und versuchten es mit unterschiedlichen Medikamenten, alles in der Hoffnung, etwas möge helfen", berichtet Laura der BBC. Zwei Schwangerschaften schafften es über die zwölfte Woche hinaus, doch das Paar verlor die beiden Jungen, Graceson 2015 und Leo 2017. "Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich nicht, wie ich damit fertig geworden bin", sagt Laura. "Dave blieb stark für mich, aber als wir die Jungen verloren, musste er wirklich kämpfen."

Laura sagt, sie habe Jahre ihres Lebens an den Versuch, ein Kind zu bekommen, verloren. "Ich dachte, wenn ich kein Baby bekommen kann, sehe ich keinen Sinn in meinem Leben." Leos Plazenta wurde untersucht und es offenbarte sich eine zweite Krankheit: chronisch-histiozytäre Intervillositis (CHIV), die zu Abstoßungsreaktionen der Gebärmutter führt. Bei Laura waren dadurch Teile des Mutterkuchens abgestorben. Die Professorin erklärte, sie habe schon Frauen deswegen helfen können, doch Laura wusste nicht, ob sie ein weiteres mal schwanger werden wollte. Doch wenn es nur ein Fünkchen Hoffnung gab, so waren sich die Eltern einig, wollten sie es noch einmal riskieren.

Ein allerletztes Mal

Nach einer medikamentösen Behandlung, um die Gebärmutter optimal vorzubereiten, wurde das Paar zum 14. Mal auf natürliche Weise schwanger. Die Ärztin erklärte laut BBC, sie hätten trotz ihrer Nebenwirkungen Steroide eingesetzt, um Lauras Immunsystem zu unterdrücken und die Schwangerschaft so über die 24. SSW zu bringen. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Babys eine Überlebenschance haben, wenn sie zu früh auf die Welt kommen. Arznei half bei der Blutgerinnung.

Laura und Dave wagten nicht daran zu glauben, dass es diesmal klappen könnte. Sie erzählten niemandem davon, was sehr schwer war. Aber: "Ich dachte, wenn wir es erzählen, dann wird es nichts", sagte Laura. In der 30. SSW platzte Laura die Fruchtblase, während sie im Bett lag. Ivy kam per Kaiserschnitt auf die Welt, sie wog etwas mehr als 800 Gramm, Laura hatte eine Vollnarkose. "Mein Mann hat sie zuerst gesehen", erzählt Laura. "Er hat mir ein Foto von ihr gezeigt, als ich aufgewacht bin." Ivy war zu dem Zeitpunkt bereits auf der Intensivstation der neonatalen Abteilung und lag im Brutkasten. Nach drei Tagen durften sie sie zum ersten Mal halten. Nach zwei Monaten kam Professor Quenby. "Ich war hocherfreut, sie zu sehen, aber ich konnte es erst, als ich wusste, dass alles okay ist. Ich bat die Schwestern, zu ihr zu gehen und für mich nach ihr zu sehen, ich hatte zu viel Angst", berichtet die empathische Ärztin.

Mit elf Wochen konnte Ivy nach Hause, inzwischen ist sie neun Monate alt und prächtig gewachsen. Lauras Fall gilt weltweit als Beispiel dafür, dass Frauen mit ihren Voraussetzungen erfolgreich verlaufende Schwangerschaften haben können. "Ich schaue sie an und denke 'Wunder passieren'", sagt Laura. "Ich habe von den Wundern anderer Leute gelesen und jetzt habe ich mein eigenes."

Quellen: BBC, Facebook

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(