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Kindesmisshandlung Kellnerin rettete Jungen das Leben – Spender sammeln Tausende Dollar für sie

Flaviane Carvalho
Flaviane Carvalho alarmierte die Polizei
© GoFundMe
Flaviane Carvalho hatte die Polizei gerufen, als ihr ein misshandelter Junge in ihrem Restaurant aufgefallen war – und dem Kind damit mutmaßlich das Leben gerettet. Viele Menschen bedanken sich mit Geldspenden.

Flaviane Carvalho ist unerwartet zur Heldin geworden. Die Kellnerin aus Orlando im US-Bundesstaat Florida hatte einen misshandelten Jungen in dem Restaurant, in dem sie arbeitet, gesehen, und die Polizei gerufen. Damit hat sie dem Elfjährigen nach Überzeugung der Ermittler das Leben gerettet. Medien auf der ganzen Welt berichteten über ihren mutigen Einsatz.

Um Geld ging es Carvalho dabei nicht – und doch wird die Kellnerin dadurch jetzt zu einer reichen Frau. Ihre Chefin Rafaela Cabede hatte eine Crowdfunding-Aktion für sie organisiert, weil viele Menschen nach einer Möglichkeit gefragt hatten, Carvalho finanziell zu belohnen. Die Resonanz ist bemerkenswert: Mehr als 30.000 Dollar sind mittlerweile zusammengekommen – und das innerhalb von nur zwei Tagen. Mehr als 900 Spender haben sich beteiligt.

Eltern hatten den Jungen regelrecht gefoltert

"Leute haben mich angerufen, E-Mails geschickt oder sind in dem Restaurant aufgetaucht", erzählte Carvalho, selbst Mutter, dem lokalen Portal "Click Orlando". Sie macht aus ihrer couragierten Aktion keine große Sache. "Was ich getan habe, ist für mich etwas Normales, Natürliches. Ich habe mir darüber keine großen Gedanken gemacht", sagt Carvalho. "Ich bin froh, dass der Junge in Sicherheit ist und hoffe, dass es andere dazu ermutigt, aufzustehen, wenn jemand in Not ist."

Am Silvesterabend war ihr in dem Restaurant eine Familie mit zwei Kindern aufgefallen. Der Elfjährige bekam als Einziger kein Essen und war von blauen Flecken im Gesicht gezeichnet. Carvalho schrieb "Brauchst du Hilfe" auf ein Schild, hielt es unauffällig hoch und alarmierte die Polizei, als der Junge nickte. Auf einer Pressekonferenz in dieser Woche berichtete die Polizei, das Kind sei über längere Zeit regelrecht gefoltert worden. "Wenn Frau Carvalho nichts gesagt hätte, wäre der Junge wahrscheinlich nicht mehr lange unter uns gewesen", so eine Ermittlerin.

Der Stiefvater und die Mutter des Kindes befinden sich mittlerweile in Haft. Für den Jungen und seine vierjährige Schwester wurde nach Polizeiangaben ein Treuhandkonto eingerichtet. Was Flaviane Carvalho mit den Spendengeldern zu tun gedenkt, ist noch nicht bekannt.

Quellen: "Click Orlando" / GoFundMe

epp

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