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Konsumklima-Index: Die Kauflust kehrt zurück

Die Deutschen sind bereit wieder mehr Geld auszugeben. Der Konsumklima-Index für den Monat Mai ist so hoch wie seit 2001 nicht mehr. Auslöser ist nicht nur die geplante Mehrwertsteuererhöhung.

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im April weiter aufgehellt und ist inzwischen so gut wie zuletzt vor fünf Jahren. Vor allem die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ist deutlich gewachsen, geht aus der veröffentlichten Konsumklimastudie des Nürnberger Marktforschers GfK hervor. Der entsprechende Indikator habe nur knapp den bisherigen Höchstwert vom April 1999 verfehlt. Der aus drei Einzelindikatoren errechnete Konsumklima-Index für den Monat Mai stieg von 5,3 auf 5,5 Punkte.

Glaube an den Aufschwung

"Es sieht so aus, als nähre der Glaube an den wirtschaftlichen Aufschwung die Bereitschaft der Deutschen, die lang gehegte Kaufzurückhaltung aufzugeben", sagten die GfK-Experten. Dazu trägt nach ihrer Ansicht auch die für 2007 geplante Mehrwertsteuererhöhung bei. Diese veranlasse viele Verbraucher, den ursprünglich für 2007 geplanten Kauf von Möbeln, Waschmaschinen oder Autos auf dieses Jahr vorzuziehen. Auch die Fußball-WM spiele eine gewisse Rolle.

Auch bei der Entwicklung der Konjunktur zeigen sich die Verbraucher zuversichtlicher als in den beiden Vormonaten. Die nach wie vor robuste Weltwirtschaft und die gute Auftragslage vor allem der Exportindustrie sorgen offensichtlich für größeres Vertrauen in das Wirtschaftswachstum.

Bereits der weiter steigende Ifo-Geschäftsklimaindex hatte Wirtschafts-Experten überrascht. Er kletterte mit 105,9 Punkten auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Dennoch sind die Aussichten für 2007, laut Ifo-Volkswirt Klaus Abberger, aufgrund der geplanten Mehrwertsteuererhöhung weiter fraglich. Ein großes Risiko bleibe zudem der hohe Ölpreis.

DPA / DPA
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