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Nach HeForShe-Rede Hacker drohen Emma Watson mit Nacktfotos im Netz


Für ihre Feminismus-Rede vor der UN erntet Schauspielerin Emma Watson erst Standing Ovations - dann Hass. Hacker drohen mit der Veröffentlichung von Nacktbildern. Twitter-Nutzer wünschen ihr den Tod.
Von Lisa-Marie Eckardt

Es war eine bewegende Rede, die Schauspielerin Emma Watson als neue Sonderbotschafterin für Frauenrechte vor den Vereinten Nationen gehalten hat. Gleichberechtigung sei auch eine Angelegenheit der Männer, sagte die Harry-Potter-Darstellerin. Dafür erntete sie vor Ort Standing Ovations und im Internet eine Welle des Zuspruchs in den sozialen Netzwerken. Doch kaum hatte sie ihre wichtige Botschaft ausgesprochen, wurde die Feministin bedroht.


"Je mehr ich über den Feminismus spreche, desto mehr merke ich, dass der Kampf für Frauenrechte zu einem Synonym für Männer-Hass geworden ist", sagte Watson zum Start der neuen UN-Gleichstellungskampagne "HeForSHe". Feminismus gelte als aggressiv und unattraktiv. "Das muss aufhören!"

Als UN-Sonderbotschafterin bezeichnete sie sich selbst als Feministin und forderte die Männer auf, den Kampf für Lohngleichheit zu unterstützen. Außerdem forderte sie, dass Frauen das uneingeschränkte Recht haben müssen, über ihren Körper zu bestimmen.


Nacktbilder-Leak und ein Hashtag mit Todesdrohung

Dass Männer auch 2014 noch ernsthafte Probleme mit der Gleichberechtigung von Frauen haben könnten, zeigte sich nun in den hasserfüllten Reaktion auf Watsons Rede.

Ein Hacker drohnte mit einem Countdown, Nacktbilder von Watson zu veröffentlichen. Zudem macht auf Twitter der Hashtag #RIPEmmaWatson die Runde mit Bildern von gefakten Berichten über ihren Tod.


Watson: Auch Männer sind Gefangene von Klischees

Watson erinnerte in ihrer Rede daran, dass auch viel zu selten darüber gesprochen wird, dass Männer ebenfalls Gefangene von Geschlechterklischees seien. Immer noch sei es für Männer sehr schwer, Schwäche zu zeigen und Hilfe zu suchen, wenn es ihnen schlecht gehe. Zuspruch für ihre Kampagne bekam sie auch von vielen Promis.

Stars unterstützen die Kampgane



"Don Jon"-Regisseur und Schauspieler Joseph Gordon-Levitt




"Noah"-Schauspieler Douglas Booth




Komiker und "Shaun of the Dead"-Autor Simon Pegg



Oscar-Preisträger Forest Whitaker


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