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MÜNCHEN: Vorbereitung auf den Ernstfall

Diplom-Journalismus in München studieren

Diplom-Journalismus in München studieren

Das Traumziel Journalist erfreut sich unter Abiturienten großer Beliebtheit. Entsprechende Studienplätze sind heißbegehrt. Doch meist wissen die Studenten in spe gar nicht, wie dieses Ziel zu erreichen ist. »Auf jeden Fall nur mit einem Haufen Arbeit. Journalismus zu studieren, fordert Einsatz über einen normalen Stundenplan hinaus.« Steffi Hornig weiß, wovon sie spricht.

Die gebürtige Nürnbergerin studiert in München Diplom-Journalistik. Die Vorraussetzung dafür, ein 12-monatiges Volontärspraktikum, hat die 24-Jährige bereits hinter sich. Im heimischen Franken arbeitete sie als Volontärin beim Franken Fernsehen. Daneben hat sie schon etliche Praktika absolviert: bei der Nachrichtenagentur dpa, der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel, aber auch bei einer Münchner Produktionsfirma für Dokumentarfilme. Im Hörfunkbereich war sie für den Münchner Aus- und Fortbildungskanal M94,5 tätig.

Doppelte Arbeit - halbe Freizeit

Der Beruf Journalist habe sie schon immer fasziniert: »In meinen Augen war das immer die spannendste Form von beruflicher Herausforderung.« Nach journalistischen Gehversuchen in der Schülerzeitung folgten schnell die ersten Schritte auf professionellem Parkett. Von ihrer Leidenschaft profitiert zur Zeit der Münchner Radiosender Energy 93,3. Dort arbeitet Steffi als Nachrichtenredakteurin - neben dem Studium. Eine Doppelbelastung, die zwar nicht immer leicht sei, aber sich letztendlich auszahle: »Man lernt, sich gut zu organisieren und seine Kräfte gezielt einzusetzen.« Außerdem verdoppele sich mit der Arbeit auch der Spaß. Ganz im Gegensatz zur Freizeit.

»Vor allem mit einer Festanstellung wird¿s richtig eng im Terminkalender«, weiß Steffi aus eigener Erfahrung: Schichtarbeit in der Redaktion, Vorlesungen, Nachrichten lesen, Hausarbeiten. Diese Mischung hat es in sich. »Das verlangt echte Überzeugung«, lacht sie. Aber gerade diese Mischung müsse sein. Ein Studium allein, mache noch keinen Journalisten: »Niemand würde jemanden als Feuerwehrmann bezeichnen, der die Instruktionen für ein Feuerwehrauto auswendig gelernt hat. Ein paar Trainingseinsätze sind die beste Vorbereitung auf den Ernstfall.«

Nicht entmutigen lassen

Bei allem Training braucht es auch Erholung. Die findet Steffi zumeist außerhalb von München. In Köln, Berlin oder London kann man sie bei Freuden oder in großen Museen und Theatern antreffen. »Reisen hilft, die Augen wieder aufzukriegen. Rauszukommen. Das ist sehr wichtig, wenn man viel arbeitet.« Doch auch in München könne man sich gepflegt amüsieren. Obwohl andere Städte - wie Steffi grinsend bemerkt - ein größeres »progressives Potential« besäßen.

Allen, die davon träumen Journalist zu werden, rät sie: »Sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, was eigene Ziele und Fähigkeiten angeht. Und vor allem: Sich nicht entmutigen zu lassen.« Dann sei auch der Traumberuf Journalist vielleicht bald kein Traum mehr. (cw)

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