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PISA-STUDIE: Miserables Zeugnis für Deutschlands Schulen

Wie die Fähigkeiten und Kenntnisse 15-jähriger Schüler weltweit verglichen werden

PISA steht für »Programme for International Student Assessment« (»Programm für internationale Schüler-Bewertung«). Erarbeitet wird die Studie von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung); 32 Länder machen mit. Ziel der Studie ist es, die Fähigkeiten von 15-jährigen Schülern weltweit zu vergleichen. Dabei fragen die Aufgaben nicht stures Faktenwissen ab. Vielmehr geht es um die Frage, wie gut Schüler ihr gelerntes Wissen in der Praxis anwenden können. »Literacy« (»Fähigkeit«) nennen Experten dieses Konzept. »Literacy« ist ein Gradmesser dafür, wie erfolgreich Menschen ihr Leben gestalten können.

Die Pisa-Ergebnisse vom Dezember 2001 sorgten in der Bundesrepublik für heftige Debatten, denn deutsche Schüler schnitten im Vergleich mit Finnland, England oder Australien miserabel ab. Lesekompetenz: Rang 21; Mathe: Rang 20; Naturwissenschaften: Rang 20. Eine Sonderauswertung der Pisa-Daten für 14 deutsche Bundesländer (Hamburg und Berlin konnten wegen zu geringer Beteiligung nicht ausgewertet werden) führte jetzt zu der ersten (stark umstrittenen) nationalen Rangliste.

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