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Reform: Praxisnähere Lehrerausbildung

Als Reaktion auf das schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie PISA soll die Lehrerausbildung praxisnäher und professioneller werden.

Der zweite Abschnitt der Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein soll durch eine Reform künftig praxisnäher und professioneller werden. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) stellte am Freitag in Kiel einen Katalog mit geplanten Änderungen für die Ausbildung von Studierenden und Lehramtsanwärtern vor. Als Reaktion auf das schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie PISA soll unter anderem die Schule als Ausbildungsort für angehende Pädagogen gestärkt werden. Weitere Kernpunkte der Reform sind die zusätzliche Qualifizierung der Ausbildungslehrkräfte und die Aufteilung der Abschlussprüfung in zwei Teile.

"Die Lehrer selbst haben signalisiert, dass sie besser auf ihren Beruf und seine veränderten Herausforderungen vorbereitet werden wollen", sagte Erdsiek-Rave. Das mangelhafte PISA-Ergebnis sei auch der bisherigen Ausbildungspraxis für Lehrer geschuldet. Die Ministerin kündigte an, dass zurzeit auch eine Neuausrichtung der ersten Phase der Lehrerbildung erwogen werde. So sei etwa die Erprobung eines Bachelor- und Masterstudiengangs für Grund- und Hauptschullehrer zunächst an der Universität Flensburg geplant. An der laufbahnorientierten Ausbildung werde bei der Lehrerbildung insgesamt aber festgehalten, sagte Erdsiek-Rave.

Lehrer und Schulen stärker integrieren

Auch die duale Struktur der Ausbildung durch das "Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein" (IQSH) und die Schule soll Bestand haben. Allerdings verändere sich die Rolle des jeweiligen Ausbildungsortes. Die Fachschaft und das Kollegium der Ausbildungsschule sollen stärker als bisher Ort der Ausbildung sein. Die mit Ausbildungsaufgaben betrauten Lehrer und Schulen werden durch das IQSH auf ihre Tätigkeit vorbereitet, beraten und unterstützt. Die Abschlussprüfung für Referendare soll bald aus zwei Teilen bestehen. Dazu zählt die Dokumentation der Bildungs- und Erziehungsarbeit durch den Ausbildungslehrer. Hinzu kommen die Bewertung der pädagogischen Arbeit, die Begleitung während eines Unterrichtsvormittags und eine mündliche Prüfung.

Die Änderungen werden ab dem 1. August 2004 wirksam und sollen bis 2005 komplett umgesetzt sein. Betroffen sind zunächst etwa 500 Referendare. Die etwa 1.800 Lehramtsanwärter, die derzeit bereits ihre Ausbildung absolvieren und diejenigen, die zum 1. Februar kommenden Jahres den Vorbereitungsdienst antreten, schließen ihre Ausbildung nach dem bisherigen Verfahren ab. Bei der Anstellung entstünden ihnen keine Nachteile, versicherte die Ministerin. Die Reform der zweiten Phase der Lehrerbildung im Norden werde so gestaltet, dass sie von anderen Bundesländern anerkannt werde.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.