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Schulsportmodell: Segel setzen Richtung Abi

In Flensburg können Schüler im Schulsport Segeln lernen. Wer Sport als Prüfungsfach wählt, muss somit um sein Abitur segeln. Das hat nicht nur sportliche Gründe, sondern soll auch das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Das Flensburger Fachgymnasium Technik bietet seinen Schülern im 13. Jahrgang jetzt einen Segelkurs im Fach Sport an, das auch zur Abiturprüfung gewählt werden kann. Wie Schulleiter Dieter Lührssen am Mittwoch mitteilte, handelt es sich um ein in Schleswig-Holstein einmaliges Schulsportmodell. Mit diesem Kursangebot, das gemeinsam mit der Hanseatischen Yachtschule (HYS) in Glücksburg verwirklicht wird, betrete die Schule Neuland, da Segeln als Sportart nicht im Lehrplan stehe, sagte Lührssen.

"Für die Schüler soll Segeln nicht nur Sport sein, sondern vor allem Teamgeist und Sozialbewusstsein fördern", erklärte Lührssen. Der Anteil ausländischer Schüler bei den Fachgymnasien liege bei etwa 20 Prozent, daher habe dieser Kurs auch eine "integrative Funktion".

Die im Lehrplan für ein Halbjahr vorgesehenen 40 Sportstunden werden bei diesem Modell im Block an acht Sonnabenden angeboten. Während dieser Zeit arbeiten die Schüler mit professionellen Segellehrern auf die Prüfung für den Segel-Grundscheines hin. Die Wahl des Grundkurses ist freiwillig, allerdings müssen die Schüler die Kosten von 180 Euro selbst tragen. Das Fachgymnasium Technik an den Gewerblichen Beruflichen Schulen der Stadt Flensburg gehört zu fünf Modellschulen im Land, denen ein "Experimentierrahmen" zugestanden werde, sagte Lührssen.

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