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Stiftung Warentest: Discounter-Schnäppchen taugen nichts

Jede dritte preisgünstige Aktionsware beim Discounter erweist sich laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest als Flop. Rund ein Drittel der Waren seien Fehlkäufe gewesen, weil auch ein einigermaßen niedriger Preis nicht über die schlechte Qualität habe hinwegtrösten können.

Besonders preisgünstige Aktionsware bei Discountern ist nach Untersuchungen der Stiftung Warentest oft ein Reinfall. Jedes dritte vermeintliche Schnäppchen habe sich als Fehlkauf herausgestellt, teilte die Stiftung am Donnerstag in Berlin mit. Dies bedeute, dass die Qualität so schlecht gewesen sei, dass darüber auch ein niedriger Preis nicht hinwegtäuschen könne. Die Experten stützen sich dabei auf 396 Tests in den vergangenen sechs Jahren. Ein leicht positiver Trend zu einer stärkeren Qualitätssicherung sei allerdings inzwischen zu erkennen.

Vor allem bei Produkten rund um Haushalt, Heimwerken und Freizeit seien mehrfach Fehlkäufe aufgefallen, berichtet die Stiftung in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift "test". Bei einer Kettensäge für 79 Euro habe zum Beispiel eine Sicherheits-Vorrichtung versagt. Das Gerät sei daraufhin zurückgezogen worden. Generell sei außerdem festgestellt worden, dass Aktionsware nicht nur für kurze Zeit, sondern wiederholt angeboten worden sei. Preisunterschiede zu Markenprodukten seien zudem oft nicht groß gewesen.

Insgesamt liege die Wahrscheinlichkeit, ein echtes Schnäppchen zu finden, bei 30 Prozent, bilanzierten die Warentester. Dabei habe Marktführer Aldi mit einer Quote von 42 Prozent vergleichsweise am besten abgeschnitten, bei Lidl seien es noch 32 Prozent gewesen.

Mittlerweile sei bei Discountern eine Entwicklung zu einer stärkeren Qualitätssicherung zu beobachten. Dies liege wahrscheinlich daran, dass sich die Handelsketten mit Garantieerklärungen für die Kunden selbst unter gewissen Druck setzten und daher beim Einkauf mehr auf Qualität achteten.

DPA/AP / AP / DPA

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