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Unistart: Total durchorganisiert!

Kein Plan, keine Ahnung, kein Mut. Was Erstsemester helfen kann und worauf es ankommt, wenn man das verhexte erste Semester überleben will.

Erste Lektüre

Nützliche Infos findet man im Studienführer der Hochschule, der Studien- und Prüfungsordnung des Studienfachs (gibt es bei den Prüfungsämtern) und den Kommentierten Vorlesungsverzeichnissen (gibt es meist bei der Fachschaft).

Wichtige Informanten

Die Studienberatung informiert über Aufbau und Ablauf des Studiums. Bei Fragen zu einzelnen Fächern oder zum Stundenplan hilft die Studienfachberatung weiter. Und die studentische Beratung gibt Tipps, die für Erstsemester Gold wert sein können - zum Beispiel welcher Prof langweilige Vorlesungen hält oder ob es bereits Skripten zu Standardvorlesungen gibt.

Der erste Stundenplan

In manchen Studiengängen, zum Beispiel den technisch-naturwissenschaftlichen, aber auch in Jura und Medizin sowie an Fachhochschulen wird ein Stundenplan weitgehend fest vorgegeben. Geistes- und Sozialwissenschaftler müssen dagegen selbst entscheiden, wann sie was belegen wollen. Viele stellen sich einen Stundenplan zusammen, der ihnen keine freie Minute mehr lässt. Schlieálich muss jede Veranstaltung vor- und nachbereitet werden, für Prüfungen braucht man Zeit zum Lernen, und oft müssen auch noch Referate gehalten und Hausarbeiten geschrieben werden. Weniger ist hier mehr. Den einen oder anderen Schein kann man schlieálich auch noch im nächsten Semester machen - wenn man mehr Routine hat und seinen Zeitaufwand genauer einschätzen kann.

Schneisen durch den Uni-Dschungel

Rein in sämtliche Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen in allen belegten Fächern! Hier erfährt man, wie das Studium funktioniert und knüpft Kontakte zu Kommilitonen. Achtung: Die Termine liegen manchmal schon in der Woche vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn. Infos dazu gibt es in den Fachschaften, die auch häufig solche Kurse mit Tutoren anbieten. Mitnehmen sollte man auch Grundlagenseminare, Überblicksveranstaltungen und Einführungen in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Auch wenn die Inhalte manchmal banal klingen, hilfreich sind sie in der Regel trotzdem. In den Kursen lernt man, wie man sinnvoll in einer Vorlesung mitschreibt, wie man Fachliteratur findet und auswertet, wie man eine wissenschaftliche Arbeit gliedert und schreibt. Und die Führungen, die die Uni-Bibliothek und die Instituts- und Fachbereichsbibliotheken anbieten, sind ein Muss: Dabei wird die Recherche in Katalogen und Datenbanken erklärt, und die funktioniert oftmals bei jeder Bibliothek nach einem anderen (Computer-)System. Spätestens bei der Literaturrecherche fürs erste Referat hat sich die Führung gelohnt!

Gemeinsam sind wir stark

Wer Arbeitsgruppen und Skriptgemeinschaften mit Kommilitonen bildet, hat es leichter im Studium. Man kann sich beim Mitschreiben von Vorlesungen abwechseln, über den Stoff diskutieren und zusammen für Prüfungen lernen.

Perfekt vernetzt

Die Rechenzentren der Hochschule bieten Computerkurse an. Dort bekommt man meist auch einen kostenlosen E-Mail-Account, mit dem man auch von zu Hause aus online gehen und recherchieren kann.

Überfordert? Enttäuscht? Demotiviert?

Das ist gerade zu Beginn des Studiums völlig normal. Kritisch wird es dann, wenn man sein Studienziel nicht mehr erkennen, vielleicht sogar abbrechen will. In Krisensituationen helfen Psychologen der Studienberatung oder der Studentenwerke weiter.

Buchtipps

- Studieneinstieg, aber richtig! Das müssen Sie wissen: Fachwahl, Studienort, Finanzierung, Studienplanung; von Hans-Werner Rückert, Campus Verlag, 260 Seiten, 15,90 Euro. - Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen; von Otto Kruse (Hg.), Campus Verlag, 456 Seiten, 15,90 Euro. - Uni-Angst und Uni-Bluff. Wie studieren und sich nicht verlieren; von Wolf Wagner, Europäische Verlagsanstalt, 128 Seiten, 9,90 Euro.

CD-Rom

Bei der Uni Jena kann man die CD-Rom "Was bedeutet studieren?" mit Studieninformationen für Schüler und Studienanfänger bestellen. Einfach einen mit 1,44 Euro frankierten und adressierten A5-Umschlag senden an: Universität Jena, Zentrale Studienberatung, 07740 Jena.

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