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UNIVERSITÄT: Hartes Urteil fürs Jurastudium in Deutschland

Kein Praxis-Bezug, mangelhafte Prüfungsvorbereitung, kaum Hilfestellung für den Übergang in den Beruf - das Urteil der Jura-Studenten über ihren Studiengang ist verheerend.

Jura-Studierende fühlen sich schlecht auf Prüfungen und Beruf vorbereitet. Das geht aus den aktuellen Daten des neuen Hochschulrankings hervor, das vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit dem stern durchgeführt wird.

»Unsere Analysen zeigen, dass auch die Studierenden eine umfassende Reform der Juristenausbildung für dringend erforderlich halten. Nur so kann der Praxisbezug des Studiums verbessert und ein problemloser Berufseinstieg ermöglicht werden«, interpretiert Hochschulexperte Gero Federkeil die Ergebnisse der Studie.

Schlechte Noten

Der Praxisbezug des Studiums bekommt bei den Juristen auf einer Skala von 1 bis 6 mit 3,8 eine deutlich schlechtere Note als beispielsweise bei den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, für die ebenfalls aktuelle Zahlen vorliegen (3,3). Auch bei der Frage, inwieweit das Lehrangebot ausreichend auf die späteren Prüfungen vorbereitet, bestätigt sich dieses Bild. Hier geben die Juristen ihrem Studiengang lediglich eine 3,0, während die Studierenden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ihre Studiengänge mit 2,4 benoten.

Durchweg schlechter schneiden auch die zusätzlichen berufs- und praxisbezogenen Angebote ab. Sowohl bei der Frage, ob in Zusatzangeboten berufsrelevante Qualifikationen vermittelt werden oder ob es Hilfestellung beim Übergang in den Beruf gibt, liegen die Urteile der Jura-Studierenden um mehr als eine halbe Note schlechter als in den anderen Fächern.

Reformen sind notwendig

Vor diesem Hintergrund sei es zu begrüßen, dass die Justizministerkonferenz sich vor wenigen Wochen auf eine Reform der Juristenausbildung verständigt habe und auch die Präsidenten der Jura-Prüfungsämter beschlossen hätten, einen Teil der Prüfungen aus der Verantwortung der Landesprüfungsämter in die der Hochschulen zu verlagern, meint Federkeil. »Diese Entscheidungen eröffnen Spielräume für die Hochschulen, um den Bedürfnissen der Studierenden besser gerecht zu werden.«

Das mögliche Ende des Zentralismus

in der Juristenausbildung sollte die Hochschulen ermuntern, profilierte Prüfungsordnungen und Angebote zu schaffen und auf diese Weise ihre Wettbewerbschancen beim Anwerben von Studienanfängern zu erhöhen.

Das Hochschulranking wird vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit dem stern durchgeführt.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.