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backen: Rheinische Mutzenmandeln

Wenn »in Kölle dr Zoch kütt un de Kamelle fliejen«, haben die Schmalzbäcker Hochkonjunktur. Ihre bekannteste Ware sind die Mutzenmandeln. Frisch ausgebacken, dick überzuckert und aus der Tüte schmecken sie am besten. Wer nicht am Rhein wohnt, kann sie zu Hause backen. Hier steht, wie?s geht

Für 120–130 Stück

50 g weiche Butter; 125 g Zucker;

3 Eier (L); 1 EL Rum; Mark von 1/2 Vanilleschote;

2–3 Tropfen Bittermandelöl; 4 EL Schlagsahne;

70 g abgezogene, gemahlene Mandeln; 3 gestrichene TL Backpulver;

450 g Mehl (und Mehl zum Ausrollen); Schmalz (besser Öl) zum Ausbacken;

Zucker zum Wenden oder Bestäuben

Zubereitung

Butter mit Zucker, Eiern, Rum, Vanillemark, Bittermandelöl und Sahne schaumig rühren. Mandeln dazurühren. Backpulver mit Mehl mischen und in ein Sieb geben, nach und nach zum Teig sieben und unterrühren bzw. unterkneten.

Den Teig in Folie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen. Teig auf einer bemehlten Fläche zirka 8 mm dick ausrollen. Mit einer geeigneten Form (siehe Tipp) mandelförmige Mutzen ausstechen.

Schmalz auf 170180 Grad erhitzen. Die Mutzenmandeln darin schwimmend und unter Wenden goldgelb ausbacken. Mutzenmandeln mit einer grobmaschigen Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort in Zucker wenden oder mit Zucker bestreuen. Schnell verzehren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Tipp: Wer Schmalz bevorzugt, muss das Gebäck sofort verzehren, weil Schmalz schnell hart wird. Zum Ausstechen benutzt man am besten eine spezielle Mutzenform. Ohne Ausstechform geht es auch: Den ausgerollten Teig einfach in 1 x 1,5 cm große Würfel schneiden und so ausbacken. Wer keine Fritteuse hat, hält einen Holzlöffelstiel in das Fett. Wenn aus dem Holz kleine Bläschen aufsteigen, hat das Fett etwa die richtige Temperatur.

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Von Erika Casparek-Türkkan

Foto: Hans Hansen

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