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No-Gos in der Küche: Verkochte Nudeln, billiges Öl: Was Köche in italienischen Restaurants falsch machen

Italienisches Essen lebt von seiner Einfachheit und den guten Zutaten. Nicht alle in der Gastronomie beherzigen dieses Motto. Was die Küchenchefs der italienischen Küchen alles falsch machen können, haben Gastronomen verraten.

Italienische Küche gilt als einfache Küche. Trotzdem kann man einiges falsch machen.

Italienische Küche gilt als einfache Küche. Trotzdem kann man einiges falsch machen.

Getty Images

Verkochte Nudeln, billiges Öl und Fertigpesto: Wer in der Gastronomie als Küchenchef oder auch im Service arbeitet, weiß worauf es in einem guten Lokal ankommt. Beispielsweise beim Italiener. Es sind nicht die rot-weiß-karierten Tischdecken, die ein gutes italienisches Restaurant ausmachen, sondern die Gerichte, die auf dem Teller landen.

Ein gutes Indiz, um herauszufinden, ob ein Italiener gut ist, liegt wortwörtlich in der Einfachheit. Bestellen Sie Pasta nur mit Tomatensauce oder Pasta aglio e olio. Beides sind sehr einfache Gerichte, deren Gelingen von den besten Zutaten abhängen. Wenn der Koch bei diesen Gerichten patzt, dann brauchen Sie dort auch nichts anderes essen. Woran Sie einen guten Italiener außerdem erkennen, können Sie hier lesen!

Für den "Independent" haben sich Küchenchefs dazu geäußert, was man zudem als Küchenchef in einem italienischen Restaurant falsch machen kann. Für die Amerikanerin Sylvia Baldini, die bei "Food Network" Küchen mit Michelin-Sternen trainiert, sind "Pizza, Pasta, Brot und Salat-Dressing" die essentiellen Dinge, die außerhalb Italiens in Restaurants oft ruiniert werden. "Häufig ist Pasta überkocht oder zu wenig gekocht, schlecht gewürzt und wird mit zu vielen Zutaten zubereitet", so die Meinung der Expertin. Was sie außerdem nicht versteht: Warum es Pizza mit Hühnchen oder Fleischbällchen gibt, oder aber, warum der Rand dick und durchnässt sein muss.

Gut zu wissen: Haben wir Nudeln immer falsch gekocht?
Der Topf ist zu klein  Der Topf sollte hoch, groß genug und nur zu drei Vierteln mit Wasser gefüllt sein. Es gilt: 100 Gramm Nudeln auf einen Liter Wasser. Ist zu viel Wasser darin, kocht es über. Bei zu wenig Wasser kleben die Nudeln später am Topf. 

Der Topf ist zu klein

Der Topf sollte hoch, groß genug und nur zu drei Vierteln mit Wasser gefüllt sein. Es gilt: 100 Gramm Nudeln auf einen Liter Wasser. Ist zu viel Wasser darin, kocht es über. Bei zu wenig Wasser kleben die Nudeln später am Topf. 

Einen guten Italiener macht für Baldini aus, wenn Salat mit gutem Olivenöl, Essig oder Zitrone, Meersalz und ein bisschen Pfeffer angemacht wird. Maissirup und Gemüseöl hat - ihrer Meinung nach - im italienischen Salat nichts zu suchen. Das gleiche gilt für Pesto: In Italien wird Pesto mit Pinienkernen, Basilikum, Salz und Olivenöl hergestellt. In manchen Restaurants kriegt man Pesto aus einem Fertigglas aus dem Supermarkt.

Nudeln niemals mit kaltem Wasser abschrecken!

Der schlimmste Fauxpas für den britischen Küchenchef Marco Scire ist es, wenn Nudeln mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Für Scire ist das ein absolutes No-Go. Kein italienisches Restaurant sollte so etwas jemals machen.

Auch das eigentlich einfache Gericht Spaghetti Carbonara folgt seinen eigenen Regeln: Keine Sahne, kein Schinken, kein Rührei. In eine echte Carbonara gehören nur Eier, Parmesan oder Pecorino, Guanciale (Speck aus der Schweinebacke) und schwarzer Pfeffer. Basta!

Originalrezept Spaghetti Carbonara: Die einzig wahre Carbonara