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Food-Bewegung: Warum Millennials die Lebensmittelindustrie in den Wahnsinn treiben

Millennials sind der Lebensmittelindustrie ein Dorn im Auge, obwohl sie mit ihrer Nachfrage genau diese verbessern und auch revolutionieren könnten. 

Lebensmittelindustrie

Bei den Millennials kommt gutes Essen auf den Tisch

Für die Lebensmittelindustrie sind die Millennials der größte Fluch, aber gleichzeitig auch der größte Segen. Fluch, weil sie nachfragen und Transparenz wollen, Segen, weil sie neuen Geschäftszweigen den Weg ebnen.

Es ist die Generation, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 geboren wurden, sie wird auch als Generation Y bezeichnet. Sie sind erwachsen, werden älter und geben Geld aus. Höchste Zeit also, dass die Lebensmittelindustrie sie ernst nimmt. Auch wenn das nicht immer einfach ist. Anders gesagt: Die Millennials treiben die Lebensmittelindustrie in den Wahnsinn. Warum? Weil diese Generation auf Dinge Wert legt, die für die Lebensmittelindustrie nicht immer einfach sind. Trotzdem könnten genau diese Wünsche, die Lebensmittelindustrie verbessern und auch revolutionieren.

1. Millennials interessieren sich wieder dafür, woher ihre Lebensmittel kommen

Es geht um Informationen und Fragen rund um Lebensmittel, die möchte die Generation Y transparent beantwortet haben. Ein Bewusstsein dafür, woher Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden, liegt klar im Trend. Millennials trinken ihren Kaffee lieber bei Röstern, die wissen, woher ihre Kaffeebohnen kommen und wie viel dem Bauern dafür bezahlt wurde. Und sie essen lieber wenig, dafür teureres Fleisch aus artgerechter Haltung. Ergo? Die Lebensmittelindustrie stellt sich auf diese Nachfrage ein, sorgt für mehr Transparenz und gewinnt somit die Generation für ihr Produkt.

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2. Millennials kaufen gute Produkte

Sie sollen nicht nur von guter Qualität sein, sondern im Idealfall auch regional und nachhaltig. Das hat einen positiven Effekt für regionale Anbieter. Außerdem verringert regionales Einkaufen den CO2-Abdruck. Dass grün im Trend liegt, wissen auch Discounter wie Lidl oder Aldi, die penetrantes Greenwashing betreiben. Auch sie wollen sich ein umweltfreundliches Image verleihen. Oder auch Fastfood-Ketten wie McDonald's, die auf Bio-Produkte setzen. Die Industrie weiß, dass qualitativ hochwertige Alternativen bei der jungen Zielgruppe besser ankommen als Fertigprodukte, die reich an Zusatz- und Aromastoffen sind, aber arm an echtem Geschmack. 

3. Kulinarische Vielfalt auf dem Teller

Millennials lieben Essen aus aller Welt. Sie wollen nicht nur klassische Hausmannskost aus der eigenen Heimat essen, sondern auch vietnamesische Pho, peruanisches Ceviche oder mexikanische Tacos probieren. Und gern auch auswärts: 53 Prozent der 18- bis 35-Jährigen gaben in einer Studie der Werbeagentur Havas Worldwide und des Marktforschungsinstituts Market Probe International an, es sei eine ihrer liebsten sozialen Aktivitäten, im Restaurant essen zu gehen. Logische Konsequenz: Die jährlichen Essensausgaben für das Auswärts-Essen steigen jährlich. Diese Nachfrage und auch die Lust auf neue Küchen könnte Geschäftsideen ermöglichen, wie Restaurants, die von Immigranten betrieben werden.

4. Millennials krempeln die Lebensmittelindustrie um

Für die Industrie mag die Nachfrage der Generation Y herausfordernd sein. Aber auch lukrativ: Die Industrie reagiert auf Veränderungen. Lebensmittelunverträglichkeiten beispielsweise wie die gegen Gluten hat der Industrie einen komplett neuen Markt geschaffen. Ohne die Millennials wäre das nicht möglich gewesen. Langfristig gesehen, profitieren alle von der jetzigen Food-Bewegung. Die Industrie ist gewissermaßen dazu gezwungen, sozialer und umweltfreundlicher zu agieren. Außerdem auf stetige Veränderungen und Bewegungen zu reagieren. Und was gibt es Besseres, als gutes, vielfältiges Essen auf dem Teller? 

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