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Drei geniale Rezepte: Lasst die Beeren platzen

Beeren, ah…! Am besten schmecken sie direkt vom Strauch. Aber wer hat so was schon gleich vor der Tür? Hier die Alternative: Man kauft sich Beeren, kocht sie ganz kurz auf, verkleidet sie als "Summer-Pudding" und isst sie zu halbsteifer Sahne – das ist fast noch besser.

Von Bert Gamerschlag

Him-, Brom-, Heidel-, Erd- und Stachelbeeren auf einem Tisch

Alle Beeren sind schon da. Im August haben Brom-, Him-, Heidel- und die letzten Stachelbeeren Saison.

Beeren, ob mehrere Sorten gemischt oder streng für sich, eignen sich wunderbar für Sommer-Desserts. Mit etwas Zucker aufgekocht, durchs Sieb gestrichen und unter Sahne gehoben kommen als "Fool" daher. In Alkohol getränkt machen sie als "Bääs" spätestens zur Adventszeit richtig gute Laune.


1. Summer Pudding

Zutaten: 

  • 125 g Johannisbeeren
  • 500 g Himbeeren
  • 1 Handvoll Blaubeeren
  • 1 Handvoll Sauerkirschen
  • 150 g Zucker
  • 2 EL Weiß- oder Rotwein
  • Weißbrot (vom Vortag)
  • Konditorsahne

Zubereitung:

Die Johannisbeeren von den Rispen streifen, Himbeeren und Blaubeeren verlesen, die Kirschen entsteinen. Alle Beeren mit Zucker und Wein in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen, so dass die Beeren platzen. Die Hitze herunterstellen, die Beeren noch 2 Minuten köcheln und dann abkühlen lassen. 100 ml Saft abschöpfen und beiseite stellen.

Weißbrot in ½ cm bis max. 1 cm dicke Scheiben schneiden und entrinden. Eine Glasschüssel an Wand und Boden vollkommen mit den Brotscheiben auskleiden (dazu muss man die Brotscheiben passend zu schneiden; sie dürfen sich nicht überlappen). Die abgekühlte Beerenmasse bis knapp unter den Rand in die ausgekleidete Schüssel füllen. Mit einem Deckel aus Brotscheiben abdecken und mit einem möglichst dicht abschließenden Teller beschweren. Den Pudding über Nacht in die Nullgradzone des Kühlschranks stellen.

Den Pudding in eine Schale stürzen, evtl. nicht rot gewordene Stellen der Brotscheiben mit dem restlichen Saft einpinseln. Dazu halbfest geschlagene, ungezuckerte Konditorsahne servieren.

2. Fool

Zutaten:

  • 500 g Stachelbeeren, gern nicht zu reife
  • 150 g Zucker
  • 2 EL Weißwein
  • 150 g Konditorsahne
  • 1–2 EL Puderzucker

Die Stachelbeeren mit Zucker und Wein wenige Minuten kochen, bis die Beeren platzen und weich sind, dann durch ein Sieb streichen. Das Püree abkühlen lassen.

Die Konditorsahne mit Puderzucker halbfest aufschlagen und das Beerenpüree locker unter die Sahne heben (nicht verrühren). Den Fool kalt stellen und kalt servieren.

3. Bääs

Zutaten:

  • 1 kg schwarze Johannisbeeren
  • 1 kg weiße Kandis
  • 1–2 Flaschen Doppelkorn (oder Wodka)

Außerdem: 1 dickwandige Flasche mit weitem Hals und großen Korken;
1 Marmeladentrichter

Zubereitung: 

Die Beeren von den Rispen streifen und verlesen. Beeren und Kandis abwechselnd schichtweise in die Flasche füllen (Marmeladentrichter). Mit Alkohol aufgießen; er sollte eine knappe Hand breit über den Früchten stehen. Die Flasche mit dem Korken schließen und den Bääs 4–5 Monate durchziehen lassen.

Tipp: Den Likör mit Wein oder Sekt zu eine Art Kir aufgießen oder über Vanille- und Fruchteis sowie über Panna Cotta servieren.

 

 

 

 

 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.