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Ostern: Warum Sie gefärbte Eier lieber nicht kaufen sollten

Wer nicht selber färben mag, greift schnell zu den gefärbten Eiern aus Supermarkt und Discounter. Aber wie gut sind die eigentlich?

Eier

Pro Betrieb werden fast eine Million Eier bunt gefärbt - und das täglich

Um eines vorwegzunehmen: Hartgekochte bunte Eier liegen meist schon lange vor Ostern in den Discounter- und Supermarktregalen. Und zwar ohne Kühlung. Die Farbe auf den Eiern sind Farbstoffe, die unter den sogenannten E-Nummern zwischen E100 und E180 aufgeführt sind. Sie gelten als unbedenklich. Wie gut können die hartgekochten bunten Eier aus dem Laden sein? 

Die NDR-Verbrauchersendung "Markt" hat die bunten Eier genauer unter die Lupe genommen. Frische Eier müssen klar deklariert werden, woher sie kommen und aus welcher Haltung sie stammen. Bei gefärbten Eier gilt keine Kennzeichnungspflicht. Das ist legal, für den Verbraucher aber nicht schön. Die Herkunft und Haltung ist damit nicht überprüfbar.

Keine Herkunftsangaben, keimbelastet

Bunte gekochte Eier sind laut Definition ein "verarbeitetes Eiprodukt". Dabei kann es sich um Eier aus Käfighaltung und auch aus dem Ausland handeln. Der Verbraucher erfährt nur, wo die Eier verpackt wurden. Transparent ist das nicht. Wer zumindest sicher gehen will, dass die gefärbten Eier mindestens aus Bodenhaltung stammen, sollte auf das "KAT"-Logo achten. Das Siegel des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. garantiert, dass die Eier aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung stammen.

Die Tester haben bei Aldi, Rewe, Kaufland und Netto bunte Eier gekauft und sie zur Untersuchung auf Keime ins Labor geschickt. Das Ergebnis? Rein sensorisch sind sie verkehrsfähig, auch Darmkeime fanden sich nicht auf den Eiern. Nur eine Marke fiel negativ auf: Die Eier von Gut Springenheide gekauft bei Rewe haben eine deutlich höhere Keimbelastung als die anderen.

Wie frisch gekaufte gefärbte Eier sind, kann der Verbraucher nur schlecht beurteilen. Dennoch sollte man die Eier vor Verzehr genau prüfen. Ist das Ei im Innern großflächig verfärbt, deutet dies auf eine Beschädigung der Schale hin. Aus hygienischen Gründen sollte man das Ei besser nicht essen. Es gilt: beschädigte Eier nicht verzehren – oder noch besser: Eier selber bemalen.

Hier können Sie die Sendung in voller Länge sehen!

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