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Koch-Coach bei "Grill den Henssler": "Ich ziehe meinen Hut vor Steffen Henssler"

Stefan Wiertz ist Koch-Coach bei "Grill den Henssler". Bereits zweimal konnten er und seine Promis Henssler schlagen. Schon wird er als "Henssler-Schreck" bezeichnet. Aber was hält Wiertz eigentlich von Henssler – und was macht seine Sendung so besonders?

Steffen Henssler

Koch-Coach Stefan Wiertz (rechts) schätzt Steffen Henssler sehr und weiß auch, wann der TV-Koch an seine Grenzen stößt

Herr Wiertz, wie wichtig ist es für Sie, gegen Steffen Henssler zu gewinnen?

Wenn man gegen Steffen Henssler antritt, in seiner Sendung als Gast-Coach, möchte man trotzdem gewinnen. Mir geht es natürlich darum, dass die Promis gut aussehen und wenn sie dabei noch gewinnen – charmant.

Sie waren jetzt das zweite Mal als Coach dabei ...

Das erste Mal beim Sommerspecial dieses Jahres. Da haben wir leider auch gewonnen. Ich dachte schon, ich werde nicht mehr angerufen. Naja, jetzt noch einmal.

Werden Sie zum "Henssler-Schreck"?

Das weiß ich noch nicht. Aber er hat gerade gesagt, er weiß, wo ich wohne (lacht).

Wie empfinden Sie denn das Koch-Niveau der Promis?

Das Niveau kann man ja immer nur daran beschreiben, ob jemand Spaß am Kochen hat. Das merkt man sofort – auch am Rezept. Das Interessante ist, sie sind alle sehr ehrgeizig, weil so viele zuschauen. Ich nehme mir auch viel Zeit für die Promis, dafür bin ich da und wenn sie dann noch gewinnen, freue ich mich umso mehr.

Steffen Henssler im Videofragebogen: "Ein echter Mann trägt kein Parfum"

Wie lange üben Sie gemeinsam die Rezepte?

Ich kriege von den Promis vorab ein Rezept, da gucke ich fachlich darüber. Am Anfang sollte man aber nicht so viel ändern, weil es ja deren Rezept ist. Wenn es abgesegnet ist, dürfen sie theoretisch jeden Tag üben. Mit den Promis probe ich das Rezept dann genau einmal – in Echtzeit.

Was zeichnet Sie als Coach aus?

Meine Ruhe.

Von Ruth Moschner wurden sie aber mehrfach verwarnt ...

Manchmal dürfen Grenzen auch überschritten werden.

Sind Sie denn zufrieden mit ihren Schützlingen?

Ja, Chapeau für alle drei. Oft kocht das Herz ja auch besser als jedes Kochbuch.

Was halten Sie von Steffen Henssler – als Mensch und als Koch?

Ich schätze Steffen Henssler für seine Chuzpe, dass er sich einfach hinstellt, die Sachen annimmt und macht. Das finde ich gut. Er ist sehr gerade und sehr direkt. Das sind Menschen nach meinem Facon. Aber anders kann man in der Küche auch nicht überleben.

"Grill den Henssler" gilt als eine der erfolgreichsten Kochshows des deutschen Fernsehens. Was schätzen Sie an der Sendung?

Ich mochte diese Sendung vorher schon. Jetzt mag ich sie umso lieber. Ich finde es unheimlich toll, dass sich immer wieder Promis aus den unterschiedlichen Sektionen des Show-Business hier einfinden und sich duellieren. Denn da gehört ja auch ein bisschen was dazu.

Was macht die Sendung in Ihren Augen so besonders? Sind es die Promis – oder Steffen Henssler allein?

Es ist ganz viel Steffen Henssler. Ganz klar. So etwas wird durch eine Person getragen und durch die Interaktion mit dem Publikum – und auch der Kamera. Man braucht einen gewissen Ehrgeiz. Den legt er ja offensichtlich an den Tag – und dafür ziehe ich auch meinen Hut vor ihm. Was er in kurzer Zeit auf die Teller bringt, soll ihm erst Mal jemand nachmachen. "Grill den Henssler" ist aber auch eine Unterhaltungssendung für die ganze Familie. Das und Steffen Henssler in Kombination machen den Erfolg und auch den Reiz der Sendung aus.

Steffen Henssler wirkt meist ziemlich lässig in seiner Sendung. Können Sie sich eine Situation vorstellen, in der sogar der TV-Koch ins Schwitzen kommt?

Ja, beim Grillen. Und zwar bei offenem Feuer, ohne elektrische Hilfsmittel. Da stößt sogar ein Steffen Henssler an seine Grenzen. Außerdem betont er selber, dass Grillen nicht sein Spezialgebiet ist. Ich finde, in solche Situationen sollte man ihn häufiger bugsieren.

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