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Wohlfühlgericht "Ein richtiges Schmuddelessen": Trashige Ingwerbier-Hähnchenschenkel

Hähnchenschenkel
Als "absolut skandalös" bezeichnet die Köchin ihre marinierten Hähnchenschenkel.
© brebca / Getty Images
Ella Risbridgers marinierte Hähnchenschenkel sind - genau genommen - eine Sauerei,  aber eine leckere. Ein Gericht für alle, die sich nicht davor scheuen, sich die Finger schmutzig zu machen.
"Das Herz begehrt, was das Herz begehrt, und mein Herz begehrt manchmal das hier: klebrige, trashige, salz-süße Hühnerschenkel, die man mit den Händen isst und die alles, was sie berühren, mit ihrer herrlichen unprätentiösen Sauce beschmieren". Mit diesen Worten leitet Ella Risbridger das Rezept ein, das sie "Trashige Ingwerbier-Hähnchenschenkel" nennt. Es stammt aus ihrem Kochbuch "Die Geschichte beginnt mit einem Huhn: Rezepte, für die es sich zu leben lohnt". Es handele sich dabei, so schreibt sie, um "ein richtiges Schmuddelessen".
Risbridger ist keine gelernte Köchin, sie ist Autodidaktin. Eine, die Zutaten mit Weingläsern abmisst, die Lebensmittel kauft, ohne zu wissen, was sie kauft. Oder wie sie es beschreibt: "Ich bin Köchin, glaube ich, aber eine schludrige, von ganz unten aus dem Gemüsefach." Ihre Rezeptsammlung versteht sie als "eine Art Anleitung dafür, sich neu in die Welt zu verlieben".
In diesem Fall sind es also die Hähnchenschenkel, die, das verspricht sie, schmecken, als stammen sie von irgendwo, wo es schmutzig und köstlich und herzhaft zugehe.

Trashige Hähnchenschenkel à la Risbridger

Ella Risbridger empfiehlt als Beilage zu den Hähnchenschenkeln einen frischen knackigen Salat - mit etwas Zitrone und Meersalzflocken angemacht. Dazu noch etwas Brot und jede Menge Servietten. 

Zutatenliste (4 Personen)

60 ml Ingwerbier
30 ml helle Sojasauce
2 TL Chiliflocken
1/2 EL Misopaste
100 g frischer Ingwer
6 Knoblauchzehen
1 kg Hähnchenschenkel
1 EL Sesamsamen (optional)
Meersalzflocken (optional)

So geht's 

1. In einer großen Schüssel das Ingwerbier, Sojasauce, Chiliflocken und Misopaste verrühren. Den Ingwer schälen und fein reiben (direkt in die Schüssel). Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein reiben. Alles verrühren.

2. Die Hähnchenchenkel in die Schüssel geben und gut mit der Marinade einreiben, dabei immer wieder wenden. Abdecken und für etwa eine Stunde, besser zwei, in den Kühlschrank stellen.

Wohlfühlgericht: "Ein richtiges Schmuddelessen": Trashige Ingwerbier-Hähnchenschenkel

3. Backofen etwa eine Stunde vor dem geplanten Mahl auf 180 Grad vorheizen. Die Hähnchenschenkel mit der Hautseite nach unten in eine Ofenform legen, danach etwas Marinade darüber träufeln und in den Ofen stellen.

4. Nach 10 und noch einmal nach 20 Minuten die Hähnchenschenkel mit Marinade (ein Teelöffel etwa) begießen, danach die Schenkel wenden. Die Hautseite mit einigen Sesamsamen und Meersalzflocken bestreuen. Vorsicht: Sojasauce und Misopaste sind bereits salzig. Weitere 25 Minuten im Backofen lassen.

5. Mit einem Spieß in die dickste Stelle stechen. Sind die herausquellenden Säfte klar und nicht rosa, ist das Essen fertig.

Das Kochbuch "Die Geschichte beginnt mit einem Huhn: Rezepte, für die es sich zu leben lohnt" von Ella Risbridger ist im Callwey Verlag erschienen, 288 Seiten, 29,95 Euro.

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tpo

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