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Küchentricks Warum Sie Weinreste nicht wegschütten sollten


Wir verschwenden viel zu viel, und bei Wein ist das wirklich nicht nötig. Auch wenn eine Flasche nicht leer ist, müssen Sie den Rest nicht wegschütten. Er lässt sich sinnvoll nutzen.

Es kommt nicht selten vor, dass etwas von der angebrochenen Weinflasche übrig bleibt, nach einer Feier etwa oder nach dem gemeinsamen Essen mit Freunden, wenn die letzte Flasche vielleicht nicht mehr hätte sein müssen. Manch einer genießt einen Schluck Wein auch gerne allein oder zu zweit, mag aber nicht gleich die ganze Flasche leeren. Was passiert mit dem Rest?

Klar, man kann die Weinflasche mit einem Korken verschließen und in den Kühlschrank stellen. Doch das ist keine Dauerlösung, immerhin aber besser, als sie verschlossen einfach bei Zimmertemperatur stehen zu lassen. Denn Wein verändert sich unter Sauerstoffzufuhr: Je länger er offen herumsteht, desto mehr verliert er an Geschmack, bis er recht bald ungenießbar wird. Und das geschieht oft schneller, als einem lieb ist.

Versierten Hobbyköchen stellt sich diese Frage nicht, sie geben die Weinreste am nächsten Tag einfach mit in den Topf und bereiten daraus eine Sauce zu. Doch was ist, wenn dafür keine Zeit ist?

Der Trick: Wein portionsweise einfrieren

Die beiden Autoren des Buches "Trick 17 Küche" verraten, wie sich Weinreste aufbewahren lassen: Man kann sie einfrieren, am besten im Eiswürfelbereiter. So lässt sich der Wein portionsweise entnehmen, wenn man ihn für eine Sauce braucht.

Die gefrorenen Weinwürfel dürfen übrigens nicht mit Eiswein verwechselt werden, den es auch gibt. Dieser Begriff steht für sehr hochwertigen Wein. In Deutschland werden Weine in unterschiedliche Qualitätsstufen eingeteilt. An höchster Stelle stehen Prädikatsweine, die es wiederum in verschiedenen Abstufungen gibt - je nach Zuckergehalt des Traubenmostes. Das höchste Prädikat für deutschen Spitzenwein ist Eiswein, der so heißt, weil die Trauben nach dem ersten Frost geerntet werden.

Anders als der Eiswein eignen sich die gefrorenen Weinwürfel nicht mehr zum Trinken, das sei hier sicherheitshalber erwähnt. Beim Kochen scheint es aber keine großen geschmacklichen Einbußen zu geben. Zahlreiche Hobbyköche im Netz und sogar ein großer Gefrierbeutelhersteller empfehlen die Methode, die sich zudem nicht nur auf Wein beschränkt: Auch frischer Zitronensaft oder Kokosmilch lassen sich auf diese Weise aufbewahren.


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