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Schlecht fürs Herz?: Neue Studie: Sie können getrost 25 Tassen Kaffee am Tag trinken

Wer viel Kaffee trinkt, muss sich laut einer neuen Studie keine Sorgen um sein Herz machen. Für die Arterien macht es keinen Unterschied, ob Sie sich ein Käffchen oder 25 Tassen am Tag genehmigen.

Kaffee

25 Tassen Kaffee am Tag, schaden nicht dem Herzen, sagen Wissenschaftler

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Bislang galt die Faustregel: Eine Dosis von rund 400 Milligramm Kaffee pro Tag ist für einen gesunden Erwachsenen unbedenklich. Das entspricht etwa drei bis vier Tassen Filterkaffee. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt zudem, eine Einzeldosis Koffein von 200 Milligramm nicht zu überschreiten. Wer mehr konsumiert, riskiert Nebenwirkungen: Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit und auch Herzrasen zählen dazu. Das schwarze Heißgetränk soll außerdem schädlich für das Herz- und Kreislaufsystem sein.

Letzteres haben Wissenschaftler der "British Heart Foundation" (BHF) nun widerlegt. Sie sagen, bis zu 25 Tassen pro Tag seien völlig unschädlich fürs Herz. In vorherigen Studien wurde angenommen, dass Kaffee die Arterien verkalken lässt, Druck aufs Herz ausübt und das Risiko steigert, einen Herzinfarkt zu bekommen. Es wurde daher meist geraten, den Kaffeekonsum zu reduzieren. 

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Die Filterkaffeemaschine ist immer noch die beliebteste Art der Kaffeezubereitung

Die Langweilige: Filterkaffeemaschine

"Mal schnell einen Kaffee kochen", so etwas gab es vor der Erfindung der Filterkaffeemaschine eigentlich nicht. Als in den späten Fünfzigern zur Maschine dann noch der vakuumverpackte, gemahlene Kaffee in die Supermärkte kam, war die Automatisierung des Kaffeekochens nicht mehr aufzuhalten. Die Filterkaffeemaschine imitiert das schwallweise Aufbrühen des Kaffeemehls mit der Hand. Das Wasser gelangt in einen Durchlauferhitzer und wird auf 92 bis 94 Grad Celsius erhitzt. Durch den Druck der Dampfblasen schießt das heiße Wasser in einem Steigrohr hoch, das über der Filtertüte endet. Daher das Blubbern und Zischen beim Brühen.

Die Dauer des Brühvorgangs lässt sich bei manchen Maschinen regulieren. Jeder Hersteller pflegt dafür seine eigene fantasievolle Bezeichnung: Aromaschalter, Heißbrühsystem, Flavour-System und einige mehr. Wie sie auch heißen, sie regeln die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl. Ein sogenannter Aromaschalter mit den Einstellungen "Schwach", "Kräftig" und "Stark" reguliert die Durchflusszeit des Wassers. Je länger das Wasser die Aromastoffe aus dem Kaffeepulver herauslösen kann, desto stärker wird der Kaffee. Fließt der Kaffee in eine von unten beheizte Glaskanne, ist das empfindliche Aroma nach spätestens zehn Minuten ruiniert. Der Kaffee wird bitter. Systeme mit Thermoskannen halten nicht nur den Kaffee ohne zusätzliche Energie warm, sondern auch das Aroma sehr viel länger.


Geschmack:

Meist milder Kaffee mit feiner Säure.

Für wen geeignet:

Alle, die mehrere Tassen auf einmal benötigen und diese ohne großen Zeitaufwand zubereiten wollen. Was vor allem auch für die Reinigung der Maschine gilt.

Welcher Kaffee geeignet ist:

100%-Arabica-Sorten. Das Filterpapier und der Filterwinkel sind auf diese feine Kaffeesorte abgestimmt.

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25 Tassen Kaffee täglich? Kein Problem

Die neue Studie mit über 8000 Probanden gibt erstmals Entwarnung: Es mache keinen Unterschied, ob man eine Tasse Kaffee oder gleich 25 über den Tag verteilt zu sich nimmt. Für die Studie an der "Queen Mary Universität" in London wurden die Teilnehmer von den Experten in drei Gruppen unterteilt. Die erste trank weniger als eine Tasse Kaffee am Tag, die zweite zwischen einer und drei Tassen und die dritte Gruppe konsumierte mehr als fünf Tassen täglich. Einige in der dritten Gruppe nahmen sogar 25 Tassen Kaffee am Tag zu sich, der Durchschnitt lag aber bei um die fünf.

Die Wissenschaftler rund um Dr. Kenneth Fung von der Queen Mary Universität fanden dabei heraus, dass es keinen Unterschied für die Arterienverkalkung mache, wie viel Kaffee man konsumiert. Alle Teilnehmer mussten sich Herz-Scans unterziehen. In die Ergebnisse flossen außerdem Alter, Gewicht und Nikotin-Konsum mit ein. "Obwohl wir in dieser Studie keinen Kausalzusammenhang nachweisen können, zeigen unsere Untersuchungen, dass Kaffee nicht so schlecht für die Arterien ist, wie frühere Studien vermuten ließen", sagte Fung dem "Guardian". 

Prof. Metin Avkiran, stellvertretender Ärztlicher Direktor am BHF, sagte dem "Guardian", die Studie schließe "eine der möglichen nachteiligen Auswirkungen von Kaffee auf unsere Arterien aus." Wer also viel Kaffee trinkt, muss sich zumindest um seine Arterien keine Sorgen machen.

Quelle: "Guardian", "BHF"

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dsw