20. Juli 1944 Stauffenberg wurde zum berühmten Verschwörer – doch Henning von Tresckow plante das Attentat auf Hitler

Tresckow (4. v. r.) sammelte in der Heeresgruppe Mitte Hitler-Gegner um sich: Auf dem Bild ist Ewald-Heinrich von Kleist links neben ihm zu sehen, ganz rechts Fabian von Schlabrendorff
Tresckow (4. v. r.) sammelte in der Heeresgruppe Mitte Hitler-Gegner um sich: Auf dem Bild ist Ewald-Heinrich von Kleist links neben ihm zu sehen, ganz rechts Fabian von Schlabrendorff
© Jens Schwarz/stern
Die meisten kennen nur Stauffenberg. Doch tatsächlich war Henning von Tresckow die treibende Kraft hinter dem 20. Juli 1944. Ein zerrissener Held – wie seine Tochter Uta offenbart.
Von Ruth Hoffmann

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Als alles verloren ist, schreibt Henning von Tresckow an seine Frau Erika: „Heute ist ein wunderschöner Sommertag. Sogar der Pirol ruft noch, und ich will den Tag zu einer längeren Frontfahrt benutzen.“ Es ist frühmorgens, am 21. Juli 1944. Seit ein paar Stunden weiß er, dass Hitler das Attentat überlebt hat und der Putschversuch gescheitert ist. Früher oder später wird die Gestapo dahinterkommen, dass er maßgeblich daran beteiligt war, wird ihn verhaften und foltern, damit er weitere Namen preisgibt.


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