Manfred und Larissa Baasner Vor 24 Jahren gründeten sie die größte Tafel Deutschlands – und wurden von der Politik immer nur enttäuscht

Als Manfred Baasner mit seiner Frau Larissa die Wattenscheider Tafel gründeten, hofften sie, dass sich die Einrichtung so schnell wie möglich selbst abschaffen würde. Die Politik würde was tun, wenn sie nur einmal die auf die Armut in Deutschland aufmerksam gemacht werde. Doch 24 Jahre lang passierte nichts – und die Tafel wuchs schnell zur größten Deutschlands heran
Als Manfred Baasner mit seiner Frau Larissa die Wattenscheider Tafel gründeten, hofften sie, dass sich die Einrichtung so schnell wie möglich selbst abschaffen würde. Die Politik würde was tun, wenn sie nur einmal die auf die Armut in Deutschland aufmerksam gemacht werde. Doch 24 Jahre lang passierte nichts – und die Tafel wuchs schnell zur größten Deutschlands heran
© Rolf-Herbert Peters
Manfred Baasner und seine Frau Larissa haben in Bochum die größte Tafel Deutschlands aufgebaut. Jetzt ziehen sie sich aus dem Almosen-Business zurück und ziehen Bilanz. Die fällt teils bitter aus. 

Herr Baasner, Sie haben über fast ein Vierteljahrhundert Lebensmittel, die niemand im Geschäft mehr kaufen will, eingesammelt und an Arme verteilt. Nun sind sie 79 und geben den Vorstandsposten ab. Warum?  
Mein Rücktritt hat vor allem mit meiner Gesundheit zu tun. Manchmal will der Kopf nicht mehr dahin, wohin ich will, und die Müdigkeit überfällt mich immer öfter. Ich bin dann einfach erschöpft. 

Mehr zum Thema