Warnstreiks an Unikliniken
Warnstreiks an Unikliniken - was Patienten erwartet

Beschäftigte der Unikliniken Freiburg, Tübingen und Heidelberg sind heute im Warnstreik - Start war gestern in Ulm. (Symbolbild)
Beschäftigte der Unikliniken Freiburg, Tübingen und Heidelberg sind heute im Warnstreik - Start war gestern in Ulm. (Symbolbild) Foto
© Tom Weller/dpa

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Längere Wartezeiten an den drei Unikliniken Freiburg, Tübingen und Heidelberg: Was bedeutet der Warnstreik für geplante Behandlungen und wer ist besonders betroffen?

Patientinnen und Patienten an drei Universitätskliniken sollten sich heute auf mögliche Einschränkungen einstellen. Wegen eines ganztägigen Warnstreiks in den Häusern in Freiburg, Heidelberg und Tübingen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Gewerkschaft Verdi rief die Klinikbeschäftigten in der laufenden Tarifrunde zu Arbeitsniederlegungen auf. Am Montag war der Auftakt der Warnstreiks in dieser Woche an der Universitätsklinik in Ulm. Die Gewerkschaft rechnet an beiden Tagen mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmenden. 

Notfallversorgung gewährleistet, aber ...

Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiter gewährleistet bleiben. In Einzelfällen könne es aber zu Einschränkungen oder Verzögerungen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher. 

Die Uniklinik in Tübingen teilte mit: "Dringliche Behandlungen werden weiterhin durchgeführt, die Akut- und Notfallversorgung wird zu jeder Zeit gewährleistet." Es könne zu längeren Wartezeiten kommen.

Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssten, seien aktiv durch die jeweiligen Fachabteilungen informiert worden. Zu den zum Warnstreik aufgerufenen Beschäftigten zählen unter anderem der Pflege- und Funktionsdienst, der medizinisch-technische Dienst und Verwaltungsmitarbeitende.

Rund 26.000 Beschäftigte betroffen

Hintergrund des Warnstreiks ist der festgefahrene Tarifstreit für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.

Die nächste Verhandlungsrunde ist laut dem Arbeitgeberverband der Universitätsklinika (AGU) am 17. Juni. Verdi werde dann ein konkretes Angebot unterbreitet, sagte Heinz Falszewski, Geschäftsführer des AGU. Die wirtschaftliche Situation der Unikliniken in Baden-Württemberg sei schwierig. Hinzu kämen zu erwartende weitreichende Folgen der aktuellen Gesundheitsreform.

dpa