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Tauwetter und Regen - Überschwemmungen in Nordbayern

Einzelne Straßen in Nordbayern sind gesperrt. Foto: Pia Bayer/dpa
Einzelne Straßen in Nordbayern sind gesperrt. Foto
© Pia Bayer/dpa
Es regnet und der Schnee taut. Diese Kombination lässt Flüsse und Bäche über die Ufer treten. Vor allem für Nordbayern gibt es noch keine Entwarnung.

Es regnet und der Schnee schmilzt - vor allem in Nordbayern hat diese Kombination zu Überschwemmungen geführt. An Regnitzzuflüssen und im oberen Maingebiet wurden vor allem landwirtschaftliche Flächen überflutet, einige Straßen waren gesperrt. An der Itz wird laut Hochwassernachrichtendienst Bayern Meldestufe drei erwartet, dann müssen auch größere Straßen gesperrt werden; möglicherweise werden bebaute Grundstücke oder Keller überflutet.

Aktuell betroffen von Hochwasserwarnungen waren Kreise und Städte in den drei fränkischen Regierungsbezirken und in der Oberpfalz. Für die Landkreise Coburg und Bamberg gab es Warnungen, dass auch bebaute Gebiete überschwemmt werden könnten.

Ungemütlicher Start in die Faschingsferien

Bei den nördlichen Donauzuflüssen Sulzach, obere Altmühl, Vils, Regen und Naab gab es stellenweise kleinere Ausuferungen. Die Hochwasserlage in Nordbayern dürfte nach Einschätzung der Experten weiter andauern. Größere Überschwemmungen dürften aber die Ausnahme bleiben, hieß es weiter.

Die Faschingsferien starten also ungemütlich in Bayern: Das Tauwetter mit milden Temperaturen sowie Regen soll bis Freitag anhalten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist in den Mittelgebirgen mit Niederschlag von etwa 40 Litern je Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden zu rechnen. Im Allgäu könnte es bis Freitagvormittag Dauerregen mit bis zu 60 Litern je Quadratmeter binnen gut 48 Stunden geben. Es soll bis zu 12 Grad warm werden.

Weiter oben in den Alpen könnte es hingegen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben, in Hochlagen der Allgäuer Alpen sogar doppelt so viel. In Franken, das Ende Januar in ungewöhnlich viel Schnee in sehr kurzer Zeit versank, ist der Flockenwirbel derzeit kein Thema. Es wird windig, im Bergland stürmisch. 

Solide Schneelage in Skigebieten

Trotz des Tauwetters und der vor allem nachmittags weichen Pisten melden die Skigebiete Alpen Plus mit Sudelfeld, Spitzing-Tegernsee und Brauneck-Wegscheid pünktlich zu den Faschingsferien eine solide Schneelage und einen nahezu vollständig geöffneten Betrieb.

Auch die Anlagen am Ochsenkopf im Fichtelgebirge im Landkreis Bayreuth meldeten gute Bedingungen für Ski- und Snowoboardfahrer. Am Arber-Skigebiet im Bayerischen Wald liegen 70 cm Schnee und die meisten Lift- und Gondelanlagen sind in Betrieb. Der erwartete Neuschnee dürfte für die Faschingstage weiterhin für gute Wintersportbedingungen auch in den Mittelgebirgen sorgen.

Die Lawinengefahr in den Alpen ist mangels Schnee gering, auch oberhalb der Waldgrenze herrscht laut dem bayerischen Lawinenlagebericht nur Stufe zwei. Es gebe zu wenig Schnee für Skitouren abseits gesicherter Pisten. Vereinzelt sei unter anderem oberhalb der Waldgrenze frischer Triebschnee problematisch, auch könnten im Altschnee kleine Schneebretter ausgelöst werden. Aber: Die Sturz- und Verletzungsgefahr sei derzeit größer als die Gefahr einer Verschüttung.

Aber: Der erwartete Neuschnee und stürmischer Wind können die Lawinengefahr wieder ansteigen lassen.

dpa

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