Nach einem Abflauen der Vogelgrippe-Welle gibt es bei einem Putenmastbetrieb mit 18.000 Tieren im Kreis Märkisch-Oderland einen neuen Verdachtsfall. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg habe das Virus nachgewiesen, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Die Tiere müssen demnach getötet werden. Abschließend warten die Behörden noch auf die Bestätigung des Friedrich-Loeffler-Instituts als nationalem Referenzlabor.
Der Agrarbetrieb liegt laut Kreisverwaltung bei Manschow, einem Ortsteil der Gemeinde Küstriner Vorland, nicht weit von der polnischen Grenze entfernt. Seit Oktober gab es bislang 15 bestätigte Geflügelpestausbrüche in Betrieben in Brandenburg, wie das Agrarministerium in Potsdam mitteilte.
Landkreis: Tausende Wildgänse an der Oder
Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Wildvögel können das hochansteckende Virus H5N1 in große Geflügelbetriebe einschleppen. Derzeit sammelten sich Tausende Wildgänse an der Oder, sagte eine Sprecherin des Landkreises Märkisch-Oderland.
Die Behörden rechneten heute mit dem Ergebnis des Friedrich-Loeffler-Instituts. Dann könne eine Sperrzone um den betroffenen Betrieb mit Auflagen für Geflügelhalter eingerichtet werden, so die Sprecherin des Kreises.
Welle von Ausbrüchen im vergangenen Herbst
Seit Anfang September gab es in Deutschland eine Vielzahl von Geflügelpest-Ausbrüchen in Agrarbetrieben. In Brandenburg mussten im Herbst wegen der Tierseuche bislang um die 200.000 Tiere getötet werden, vor allem Gänse, Enten, Puten und Hühner. Zuletzt mussten im Dezember 26.500 Tiere in einer Hühnerzucht im Kreis Havelland getötet werden.