Epidemie Geflügelpest erstmals bei Hauskatzen nachgewiesen

Die Geflügelpest ist in Thailand erstmals bei Hauskatzen nachgewiesen worden. Tests hätten bei drei Tieren die Erkrankung bestätigt. Gesundheitsexperten sind besorgt, weil viele Menschen eng mit Katzen zusammen leben.

Die Geflügelpest ist in Thailand erstmals bei Hauskatzen nachgewiesen worden. Tests hätten bei drei Tieren die Erkrankung bestätigt, teilte Veterinär Teeraphon Sirinaruemi am Freitag in Bangkok mit. Gesundheitsexperten zeigten sich am Freitag besorgt über diese Entwicklung, weil viele Menschen eng mit ihren Katzen zusammenleben. Die kambodschanischen Behörden meldeten unterdessen einen neuen Verdachtsfall beim Menschen.

Katze hat erkranktes Huhn gefressen

Teeraphon rief Haustierhalter auf, den direkten Kontakt zu ihren Katzen zu vermeiden, wenn in der Nachbarschaft Geflügel gehalten werde. Er teilte weiter mit, auch bei einem weißen Tiger in einem thailändischen Zoo sei der Geflügelpest-Erreger H5N1 gefunden worden. Die Großkatze sei aber wieder genesen. Ende Januar war das Virus in demselben Zoo bei einem Leoparden nachgewiesen worden, der daran starb.

Die drei Katzen gehörten einer Frau aus der Provinz Nakhon Pathom, wie Teeraphon erklärte. Eines der Tiere habe den Kadaver eines Huhnes von einer Farm gefressen, auf der zuvor Fälle von Geflügelpest aufgetreten seien. Es anschließend verschwunden, und die übrigen 14 Katzen der Frau seien erkrankt und gestorben. Die Halterin sei gesund, werde jedoch überwacht, da eine der Katzen bei ihr im Bett geschlafen habe. Obwohl bereits 22 Thailänder und Vietnamesen an der Geflügelpest gestorben sind, galt die Ansteckungsgefahr für Menschen bislang als gering.

Übertragung von Katze auf Mensch noch nicht klar

Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Thailand, Björn Melgaard, sagte, über eine mögliche Übertragung von Katzen auf Menschen könne noch keine Aussage getroffen werden. Wer mit kranken Katzen in Kontakt gekommen sei, solle jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen. In Kambodscha wurde laut WHO am Freitag ein Mann auf eine mögliche Infektion mit Vogelgrippe hin untersucht. Der Patient leide unter Fieber und Husten.

China bestätigte unterdessen Fälle von Geflügelpest in zwei weiteren Provinzen. Die Krankheit sei in Shaanxi im Norden und in Yunnan im Süden des Landes aufgetreten, erklärten die Behörden am Freitag. Damit sind nun 16 der insgesamt 31 Regionen Chinas von der Krankheit betroffen. Fälle von Erkrankungen beim Menschen wurden bislang nicht gemeldet. Die Behörden in der kanadischen Provinz British Columbia kämpften gegen eine harmlosere Form der Vogelgrippe, die kürzlich auch im US-Staat Delaware entdeckt worden war.

AP

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