Bürgerbeteiligung
Olympia-Bewerbung: Bürgerforum folgt auf Kiez-Tour

Im Zuge der Olympia-Bewerbung soll ein Bürgerforum Ergebnisse der Kiez-Tour bündeln. (Archivbild) Foto: Fabian Sommer/dpa
Im Zuge der Olympia-Bewerbung soll ein Bürgerforum Ergebnisse der Kiez-Tour bündeln. (Archivbild) Foto
© Fabian Sommer/dpa
Im Zuge der Olympia-Bewerbung zünden die Verantwortlichen die nächste Stufe. Die Ergebnisse der abgeschlossenen Kiez-Tour sollen in die Bürgerforen einfließen.

Die Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele biegt auf eine weitere Etappe. Nach der Kiez-Tour in allen zwölf Berliner Bezirken läuft nun das Bürgerforum an, das an den kommenden drei Samstagen konkrete Maßnahmenempfehlungen ausarbeiten sollen. Dabei fließen die rund 1.200 Rückmeldungen und Hinweise der Kiez-Tour ein, wie die Senatskanzlei mitteilte. 

Hauptthemen der Bürger bei der Kiez-Tour waren vor allem die Situation rund um die Sportstätten, die Förderung des Breitensports sowie mögliche Verbesserungen bei Infrastruktur und Mobilität in der Stadt. "Die Gespräche in den Kiezen haben gezeigt, dass viele Berlinerinnen und Berliner sehr differenziert auf das Thema schauen", sagte der Olympiabeauftragte Kaweh Niroomand, "wer sich beteiligt hat, hat konkrete Ideen, Erwartungen und auch kritische Fragen eingebracht. Genau diese Perspektiven helfen uns, die Bewerbung realistisch und berlin-spezifisch weiterzuentwickeln."

Bürgerforum per Losverfahren erstellt

Das Bürgerforum, für das die 50 Teilnehmer per Losverfahren ausgewählt wurden, erarbeitet bis zum 28. März gemeinsam mit Akteuren aus der Stadtgesellschaft und der Online-Beteiligung eine sogenannte "Bürgercharta für Olympia", deren Empfehlungen und Hinweise gebündelt werden.

Am 16. April sollen die Ergebnisse der Charta vorgestellt werden, die dann in das Bewerbungskonzept einfließen, das am 4. Juni beim Deutschen Olympischen Sportbund eingereicht wird. Am 26. September entscheidet die Mitgliederversammlung über den deutschen Standort bei der Bewerbung für die Spiele 2026, 2040 oder 2044. Neben Berlin wollen München, Hamburg und die Rhein-Ruhr-Region mit Köln den Zuschlag erhalten.

dpa