Nach ihrem historischen Bundesliga-Sieg blieb Marie-Louise Eta bescheiden und wollte den Fokus lieber von sich weglenken. "Ich freue mich insgesamt für das gesamte Team, für den Staff, für die Mannschaft, für die Jungs", antwortete Eta auf die Frage, wie viel ihr das 3:1 des 1. FC Union Berlin beim FSV Mainz 05 bedeute.
Eta: "Schönes Gefühl"
Die Geschichte der sportlich bedeutungslosen Begegnung am 33. Spieltag schrieb aber zweifellos Eta, die als erste Cheftrainerin einen Sieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga bejubeln durfte - und zwar in ihrem vierten Anlauf. "Klar bin ich als Trainerin heute auch sehr glücklich, weil am Ende geht es immer darum, Fußballspiele zu gewinnen, und es ist immer ein schönes Gefühl, wenn man das auch schafft."
Torschütze Andrej Ilic, der das 1:0 für die Berliner erzielte, freute sich besonders für seine Trainerin, die aus den drei Partien zuvor nur einen Punkt geholt hatte. "Das ist natürlich schön. Es ist ihr erster Sieg mit uns", sagte der Angreifer. "Auch für uns Spieler ist das wirklich toll und ich bin froh, dass wir ihr diesen Sieg noch vor Saisonende bescheren konnten - darüber können wir uns nun alle gemeinsam freuen."
Nach Augsburg ist Schluss bei den Männern
Eta ist die erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga. Das Heimspiel beim Saisonfinale gegen den FC Augsburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wird ihre fünfte und vorerst letzte Partie im Oberhaus der Männer sein. Dabei wird es trotz des Erfolgs in Mainz auch bleiben.
"Es war klar kommuniziert und ich freue mich einfach jetzt noch mal auf die letzte Woche mit den Jungs und da werden wir wieder alles dafür tun, sie gut vorzubereiten und gemeinsam dann zu Hause bestmöglich auch noch mal drei Punkte zu holen", sagte Eta.
Vertrag "mit voller Überzeugung unterschrieben"
Stattdessen soll die 34-Jährige zur neuen Saison Cheftrainerin des Bundesliga-Teams der Frauen beim 1. FC Union werden. Dies sieht Eta aber keineswegs als Schritt zurück. Vielmehr betonte sie die positive Entwicklung des Frauenfußballs insgesamt. Sie habe schon vor einiger Zeit den Vertrag "mit voller Überzeugung unterschrieben", äußerte Eta.