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Sexarbeiterinnen-Film gewinnt Hauptpreis bei Doxumentale

Ein Film über Sexarbeiterinnen hat den Preis für den besten Dokumentarfilm gewonnen. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa
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Vom Rotlicht ins Rampenlicht: Der preisgekrönte Dokumentarfilm gibt Sexarbeiterinnen ihre Stimme zurück und lässt sie ihre Geschichten selbst erzählen. Warum die Jury begeistert war.

Das internationale Dokumentarfestival Doxumentale hat seinen Hauptpreis vergeben: Der Film „Redlight to Limelight“ des Regisseurs Bipuljit Basu ist in Berlin als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden. Das Werk erzählt von Sexarbeiterinnen im indischen Kolkata, die eine eigene Filmproduktionsfirma gründen und ihre Lebensrealität selbst inszenieren. Die Jury würdigte den Film als herausragendes Beispiel für dokumentarisches Erzählen. „Er gibt die Geschichte an jene Menschen zurück, die sie leben“, hieß es in der Begründung. 

Auszeichnungen auch für Podcast und VR-Projekt

Ferner zeichnete das Festival weitere Arbeiten aus verschiedenen dokumentarischen Genres aus. Als bestes Sachbuch wurde „Paranoia in Hollywood“ von Jan Jekal geehrt. Das Buch beleuchtet die McCarthy-Ära in der US-Filmindustrie und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Die Jury lobte die Fähigkeit des Buches, politische Kontrolle, Solidarität und Ausgrenzung in ihrer Gleichzeitigkeit sichtbar zu machen.

Der Preis für den besten Podcast ging an „Stories from the Beauty Parlor“ von Annamaria Olsson. Die Serie erzählt Geschichten aus Schönheitssalons weltweit und verknüpft persönliche Lebensrealitäten mit gesellschaftlichen Konflikten. Die Jury hob dabei die Verbindung aus journalistischer Recherche und emotionaler Nähe hervor.

Als bestes VR-Projekt wurde „Less Than 5Gr of Saffron“ von Négar Motevalymeidanshah ausgezeichnet. Die immersive Arbeit setzt sich mit Erinnerung, Flucht und Verlust auseinander und übersetzt persönliche Erfahrungen in eine visuell eindringliche Erzählform.

Festivaldirektorin Anna Ramskogler-Witt betonte die gesellschaftliche Bedeutung der ausgezeichneten Arbeiten. Die Jurys hätten immer wieder die Fähigkeit hervorgehoben, Empathie zu schaffen und Menschen über Geschichten miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Doxumentale findet noch bis Sonntag in Berliner Kinos und Open-Air-Spielstätten statt.

Doxumentale

dpa

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