Die Brandenburger Landesregierung lässt eine mögliche künftige Nutzung von Schloss Meseberg offen. Die Bundesregierung will das Schloss nach 20 Jahren als offizielles Gästehaus ab Februar 2027 aufgeben. "Wenn dort Gesprächsanliegen an das Land gerichtet werden, werden wir uns dem nicht verweigern", sagte Innenminister René Wilke (SPD) im Landtag. Er sehe zunächst ganz klar die Messerschmitt-Stiftung am Zug.
"Es wird Aufgabe der Stiftung sein, dafür eine neue Nutzung zu finden", sagte der Innenminister. Zum jetzigen Zeitpunkt finde er es schwierig zu sagen, da sei etwas sehr Schönes im Besitz einer Stiftung, die ein Vermietungsproblem habe und nun solle das Land klären, wie es weitergehe.
Bundesregierung lässt Vertrag auslaufen
Das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss im Ortsteil Meseberg der Stadt Gransee ging nach der Wende in den Besitz Brandenburgs über, 1995 erwarb die Messerschmitt-Stiftung das Gebäude. Seit 2007 wurde es für Empfänge von Staatsgästen, aber auch für Kabinettsklausuren genutzt.
Die Bundesregierung will das Schloss 2027 aufgeben, als Grund gab sie einen Rückgang der Nutzung und die Entfernung nach Berlin an. Das Schloss liegt rund 70 Kilometer nördlich der Hauptstadt.
Gransee hofft auf Perspektive mit Bund und Land
Der Amtsdirektor des Amtes Gransee, Nico Zehmke, hatte sich überrascht gezeigt und gesagt: "Ich hoffe, dass vielleicht gemeinsam mit dem Land Brandenburg und dem Eigentümer eine tragfähige Perspektive entwickelt werden kann, auch wenn mir bewusst ist, dass die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen hierfür begrenzt sind."
Die AfD-Landtagsabgeordnete Daniela Oeynhausen fragte im Landtag, welche Pläne der Landesregierung bekannt seien.